19.10.2011 in Veranstaltungen

Der Kleine Widerstand in Rottenburg

 

Die Mitglieder des AK Labertal mit den Angehörigen und dem Referenten zum „Kleinen Widerstand im Labertal“ Albert Eichmeier (Mitte)

Historischer Themennachmittag zum Kleinen Widerstand
Rottenburger zeigten Mut und Zivilcourage - Späte Rehabilitation nach mehr als 65 Jahren

Der SPD-Arbeitskreis Labertal würdigt mit der Vortragsreihe „Der Kleine Widerstand im Labertal“ mutige Bürger aus der Region, die während der NS-Zeit wegen kritischer Äußerungen gegen den Nationalsozialismus oder etwa das Abhören von Fremdsendern ihre Gegnerschaft zum Nationalsozialismus zum Ausdruck brachten. Sie wurden denunziert, angeklagt und viele von ihnen wurden verurteilt – für manche bedeutete das sogar den Tod. Die Fälle von Lorenz Rauch aus Ramersdorf und Nikolaus Huber aus Niedereulenbach wurden im Gasthaus Huber in Rottenburg detailliert vorgestellt und bewertet. In beiden Fällen waren Angehörige anwesend, die gespannt den Ausführungen des Referenten Albert Eichmeier lauschten, ihre eigenen Erkenntnisse einbrachten und mit dem guten Gefühl nach Hause gingen, dass ihre Vorfahren nicht nur „Zuchthäusler“ waren, sondern durch ihren Mut und ihre Zivilcourage in Bedrängnis geraten sind. Eine späte, aber wichtige Rehabilitation nach mehr als 65 Jahren.

12.10.2011 in Veranstaltungen

Konzert gegen Rechts

 

Die Mitglieder des Aktionsbündnisses „Geiselhöring bleibt BUNT“ mit den Liedermachern Sepp Raith (li.) und Reinhard Peter (re.). Als kleines Dankeschön gab es ein Labertaler Tragerl und das Buch „Mutige Menschen“.

„Es träumt der Mensch zu jeder Zeit von Anstand und von Menschenwürde - Des is doch alles Utopie."
Sepp Raith und Reinhard Peter begeisterten mit „Liedern gegen Rechts“

Geiselhöring (pas): Zum zweiten Mal lud am vergangenen Samstag das Aktionsbündnis „Geiselhöring bleibt BUNT“ zum Konzert gegen (Rechts-) Extremismus ein. Im gut gefüllten Saal der evangelisch/lutherischen Kreuzkirche erlebten die Zuhörer ein Konzert der unvergesslichen Art. Reinhard Peter, Gewerkschafter aus Tegernheim, fesselte mit seiner tiefen inneren Ruhe und eindringlichen Liedern von Konstantin Wecker und anderen Komponisten die Zuhörer, während Sepp Raith, Liedermacher aus Oberbayern, mit kraftvollen Liedern und Gedichten begeisterte - rebellisch, sozialkritisch und hinterfotzig.

10.10.2011 in Veranstaltungen

Der Kleine Widerstand in Rottenburg

 

03.10.2011 in Veranstaltungen

Der ROTE HERBST in Geiselhöring

 

Als kleines Präsent für den Referenten gab´s ein Labertaler Tragerl mit Bierspezialitäten aus der Region. v.l.: Heinz Uekermann, Kreisvorsitzender der SPD Straubing-Bogen, Rainer Pasta, Sprecher des AK Labertal, Referent Christian Nürnberger, Ortsvorsitzender Johannes Faden, 3. Bürgermeister Harry Büttner und Ruth Müller, Kreisvorsitzende der Landshuter SPD

„Sorry, Ihr werdet es wahrscheinlich einmal schlechter haben als wir!“
Glücklich das Land, das keine Helden nötig hat - Mut ist die Ausnahme und Feigheit die Regel

„Auch wenn der Gegner kein erkennbares Gesicht mehr hat, Zivilcourage braucht es auch heute, wollen wir unsere Demokratie und ein Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand erhalten“, so die Kernaussage der Ausführungen des bekannten Autors Christian Nürnberger anlässlich des ‚Roten Herbstes’ der Geiselhöringer SPD am vergangenen Sonntag im Gasthaus Wild. Sind es in Nordafrika und Arabien Despoten, gegen die es zu kämpfen gilt, so ist es die despotischen Interessensverkettungen der Wirtschaft, die die Demokratie in Europa - und damit auch in Deutschland - bedroht. Mut oder Feigheit – die Zukunft liegt in unseren Händen.

Der ‚Rote Herbst’ der Geiselhöringer SPD entwickelt sich zu dem, was Ortsvorsitzender Johannes Faden sich bei der Auftaktveranstaltung 2010 mit dem stellvertretenden Bayerischen VdK-Vorsitzenden Achim Werner, MdL, gewünscht hatte: „Eine Traditionsveranstaltung soll der ‚Rote Herbst’ werden, bei der über Partei- und Glaubensgrenzen hinweg gesellschaftspolitische Themen angesprochen und gemeinsam diskutiert werden.“ So lud die Geiselhöringer SPD heuer den bekannten Autor Christian Nürnberger ein, über das zentrale Thema der SPD im Labertal, ‚Zivilcourage – heute’, zu referieren. Nürnberger ist ein Experte auf diesem Gebiet, nicht weil er besonders mutig sei, wie er selber sagt, sondern weil er sich in zwei seiner Bücher mit mutigen Menschen beschäftigt habe. Den Einsatz für die Demokratie, sieht der Autor als die Aufgabe der Gegenwart.

03.10.2011 in Veranstaltungen

Musik gegen Rechts

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.