Zur heutigen Abstimmung des Deutschen Bundestages über CETA erklärt MdB Marianne Schieder:

Veröffentlicht am 22.09.2016 in Presse

Heute hat sich der Deutsche Bundestag mit dem europäisch-kanadischen Handelsabkommen CETA beschäftigt. Dem Koalitionsantrag „Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA): Für freien und fairen Handel“ (Drucksache 18/9663) habe ich in der namentlichen Abstimmung zugestimmt.

Mit meinen Kolleginnen und Kollegen der bayerischen SPD-Landesgruppe habe ich intensiv über die heutige Abstimmung diskutiert. In einer Erklärung nach § 31 der Geschäftsordnung des Bundestages haben wir die Gründe für unser Abstimmungsverhalten nochmals dargelegt.

Nach heutigem Stand wäre es mir nicht möglich, CETA zuzustimmen. Noch gibt es zu viele Unklarheiten im Text. Diese gilt es im weiteren Verfahren noch auszuräumen.

Das Ergebnis der heutigen Abstimmung ist deswegen kein Freifahrtschein für CETA. Im Koalitionsantrag wird lediglich die Bundesregierung aufgefordert, sich für die mit der kanadischen Regierung erzielten Kompromisse einzusetzen. Das europäische und die nationalen Parlamente werden dem endgültigen Vertrag zustimmen müssen, bevor er in Kraft tritt.

Ich werde darum auch weiterhin ein scharfes Auge auf die Verhandlungen haben, damit am Ende ein gutes Abkommen steht, das Arbeitnehmerrechte, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie die öffentliche Daseinsvorsorge nicht gefährdet. Das bedeutet auch, dass es für mich kein Abkommen um jeden Preis gibt, sollten die von der SPD geforderten Nachbesserungen nicht erreicht werden.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.