Zu den Todesfällen hunderter Flüchtlinge im Mittelmeer erklären die Jusos Oberpfalz

Veröffentlicht am 22.04.2015 in Presse

„Hunderte von Menschen, die vor Krieg, Hunger und unmenschlichen Lebensumständen geflohen sind, sind in den vergangenen Tagen im Mittelmeer gestorben. Ihre vermeintliche Rettung nach Europa wurde zur Todesfahrt über das Mittelmeer. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Unser Unverständnis und unsere Kritik gilt den Spitzenpolitikern der EU und derjenigen EU-Staaten, die diese humanitäre Katastrophe seit Jahren geschehen lassen und somit auch der deutschen Bundesregierung“, so Carolin Hagl, Vorsitzende der Jusos Oberpfalz.

„Dass bereits tausende Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken mussten, ist der unmenschlichen Abschottungspolitik der EU und der verfehlten Flüchtlings- und Migrationspolitik zuzuschreiben. Dass tausende von Menschen überhaupt aus ihrer Heimat flüchten müssen, liegt auch an einer Wirtschaftspolitik, die auf maximalen Profit ausgerichtet ist. Minderwertige oder überproduzierte Fleischprodukte aus der EU überschwemmen die Afrikanischen Märkte und bringen die dortigen Kleinbauern in Bedrängnis. Umweltzerstörungen, die durch die Ausplünderung der Bodenschätze und das Ausfischen der Meere vor der Afrikanischen Küste erfolgen, bewirken ihr Übriges. Dort wo Kriege die Menschen aus ihrer Heimat fliehen lassen, tragen viele EU-Staaten aufgrund jahrelanger Waffenexporte ebenfalls Verantwortung für die Bewaffnung terroristischer Gruppen. Auf lange Sicht muss ein Umdenken stattfinden. Deutschland und Europa dürfen nicht länger auf Kosten der Dritten Welt leben und verdienen“, führt Hagl aus. „Und auf kurze Sicht – also sofort – muss etwas für die vielen Menschen getan werden, die in den Krisengebieten keine Lebensgrundlage mehr haben“, so die Juso-Bezirksvorsitzende.

 

Die Jusos Oberpfalz fordern sofortige Seenotrettungsprogramme und Fluchtkorridore auf dem Landweg. Deutschland ist das wirtschaftsstärkste Land der EU – in dieser Rolle trägt es auch Verantwortung. Die Bundesregierung muss jetzt an vorderster Stelle dafür eintreten und finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um die Menschen an den Grenzen Europas zu schützen und nicht die Grenzen vor den hilfesuchenden Menschen zu schützen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.