Zu den Nazi-Demos am vergangenen Wochenende erklären die Jusos Oberpfalz

Veröffentlicht am 13.07.2015 in Presse

„Der Versuch einiger Nazis, ihre menschenverachtenden Parolen am Wochenende in Schwandorf und Neunburg v. Wald hinauszurufen, ist glücklicherweise durch das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger gescheitert. Wenn die Nazis sich dachten, das geplante Flüchtlingsheim in Dachelhofen zum Anlass  nehmen zu können, um ihre braunen Positionen zu verbreiten, dann haben ihnen die Menschen, die sich ihnen entgegengestellt haben, eindeutig gezeigt, dass diese Denkweise in der Oberpfalz nicht geteilt wird.

Dass die Nazi-Demo im Landkreis Cham nicht bekannt gegeben und somit die Mobilisierung einer Gegenkundgebung behindert wurde, halte ich für sehr bedenklich.  In Regensburg etwa hat der SPD-Oberbürgermeister die Praxis eingeführt, dass die Stadt rechtzeitig Daten und Routen von Nazi-Kundgebungen veröffentlicht, um einen breiten zivilgesellschaftlichen Protest zu ermöglichen. Die anderen Kommunen in der Oberpfalz sollten diesem Beispiel folgen, um so den Kampf gegen Rechts zu unterstützen. Die Gefahr von Rechts wird kategorisch unterschätzt. Gerade jetzt, wo viele Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten den Schutz bei uns suchen, ist es wichtig, Rassismus und Rechtsextremismus im Keim zu ersticken. Nazis mit ihren Fahnen und Sprechchören durch die Städte ziehen zu lassen, ohne eine Gegenmobilisierung zu ermöglichen, ist dabei der falsche Weg“, so Carolin Hagl, Vorsitzende der Jusos Oberpfalz.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.