„Der Versuch einiger Nazis, ihre menschenverachtenden Parolen am Wochenende in Schwandorf und Neunburg v. Wald hinauszurufen, ist glücklicherweise durch das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger gescheitert. Wenn die Nazis sich dachten, das geplante Flüchtlingsheim in Dachelhofen zum Anlass nehmen zu können, um ihre braunen Positionen zu verbreiten, dann haben ihnen die Menschen, die sich ihnen entgegengestellt haben, eindeutig gezeigt, dass diese Denkweise in der Oberpfalz nicht geteilt wird.
Dass die Nazi-Demo im Landkreis Cham nicht bekannt gegeben und somit die Mobilisierung einer Gegenkundgebung behindert wurde, halte ich für sehr bedenklich. In Regensburg etwa hat der SPD-Oberbürgermeister die Praxis eingeführt, dass die Stadt rechtzeitig Daten und Routen von Nazi-Kundgebungen veröffentlicht, um einen breiten zivilgesellschaftlichen Protest zu ermöglichen. Die anderen Kommunen in der Oberpfalz sollten diesem Beispiel folgen, um so den Kampf gegen Rechts zu unterstützen. Die Gefahr von Rechts wird kategorisch unterschätzt. Gerade jetzt, wo viele Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten den Schutz bei uns suchen, ist es wichtig, Rassismus und Rechtsextremismus im Keim zu ersticken. Nazis mit ihren Fahnen und Sprechchören durch die Städte ziehen zu lassen, ohne eine Gegenmobilisierung zu ermöglichen, ist dabei der falsche Weg“, so Carolin Hagl, Vorsitzende der Jusos Oberpfalz.