MdL Annette Karl zu Besuch beim neuen Kommandeur der US-Armee in Grafenwöhr
Die Folgen der durch das US-Verteidigungsministerium veränderten Rahmenbedingungen für die Stationierung der US- Streitkräfte in Europa auf Grafenwöhr und Hohenfels waren das Hauptthema des Gespräches zwischen dem neuen Kommandeur der US-Garnison in Grafenwöhr, Oberst James E. Saenz, und der SPD-Landtagsabgeordneten Annette Karl. In dem konstruktiven Austausch betonte Karl die Wichtigkeit der Arbeitsplätze für deutsche Zivilangestellte bei der US-Armee in der Region. Die große Akzeptanz des Truppenübungsplatzes mit den damit zwangsläufig verbundenen Belastungen sei eng gekoppelt mit dem Arbeitsplatzangebot in der Region.
Oberst Saenz freute sich über den Besuch und erklärte, die veränderte Sicherheitslage in der Welt bedeute neue Strategien und Stationierungsschwerpunkte. Außerdem seien wie bei der Bundeswehr massive Sparanstrengungen nötig. Man sei sich der Wichtigkeit guter Beziehungen zu der gastgebenden Region sehr bewusst und versuche die Herausforderungen mit großer Transparenz und Einbindung aller Betroffenen anzugehen.
Er teilte die von Karl geäußerten Befürchtungen eines sich noch verstärkenden massiven Arbeitsplatzabbaus nicht und gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass am Agreement eines Beschäftigungsverhältnisses von 70:30 bezogen auf deutsche und US-Arbeitskräfte im Großen und Ganzen festgehalten werden würde.
Karl sah die Bayerische Staatsregierung in der Pflicht, hier zum Wohle der Arbeitnehmer unterstützend einzugreifen. "Die Kommunen können nicht mit der Aufgabe zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen allein gelassen werden. Sie sind dazu schlicht finanziell nicht in der Lage. Anderswo in der Region einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden, ist wegen der wirtschaftlichen Monostruktur in der Region schwierig." Karl könnte sich bei einer eventuell nötigen Transfergesellschaft die finanzielle Unterstützung durch die Staatsregierung vorstellen.