Diesel wird nicht teurer

Veröffentlicht am 18.04.2012 in Europa

Ismail Ertug: „Anpassung der Preisverhältnisse von Diesel und Benzin lehne ich strikt ab."

Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag zur weiteren Harmonisierung der Energiebesteuerung vorgelegt. Die Auswirkungen vor allem auf die Besteuerung von Benzin und Diesel haben große Debatten ausgelöst. Hierzu erklärt der Europaabgeordnete Ismail Ertug: „Es besteht kein Automatismus zwischen der vorgeschlagenen Reform und einer Preiserhöhung für Diesel in Deutschland." Der Mindeststeuersatz für Diesel würde zwar ansteigen, allerdings liegt der aktuelle Steuersatz in Deutschland bereits bei 47 Cent und damit knapp sechs Cent über dem geplanten Mindeststeuersatz. "Bei der Besteuerung von Benzin ändert sich nichts“, so Ertug

Durch den Gesetzesvorschlag soll eine objektive, verständliche, überprüfbare und nicht mehr willkürliche Besteuerungsgrundlage für alle Energieträger eingeführt werden, indem Mindeststeuersätze für Brennstoffe, Kraftstoffe und elektrischen Strom festgelegt werden, die sich im Wesentlichen nach der Menge der verbrauchten Energie und des CO2-Gehalts richten.

Auch die Steuerhoheit der Mitgliedstaaten wird durch die Richtlinie nicht angetastet. Es obliegt nach wie vor den einzelnen Staaten, die Steuersätze für Kraftstoffe festzulegen – allerdings unter der Maßgabe neuer Mindestsätze. Bis 2023 soll aber nach den Plänen der Kommission auch das Preisverhältnis dem Steuerverhältnis angepasst werden.

Die Anpassung der Preisverhältnisse von Diesel und Benzin lehnen meine Fraktion und ich strikt ab. Dadurch würde Diesel teurer als Benzin, wodurch Diesel-Fahrzeuge zukünftig benachteiligt würden, obwohl sie einen niedrigeren Verbrauch und CO2-Ausstoß haben. Gerade die immer effizienteren Dieselmotoren tragen zu einer Senkung des Gesamtausstoßes von Kohlendioxid bei und zeigen wie leistungsfähig die europäische Industrie ist“, so SPD-Verkehrsexperte Ismail Ertug.

Ismail Ertug weiter: „Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Europäischen Parlament wirken auch darauf hin, dass die Besteuerung beim Fahrzeugkauf, die Zulassungssteuern und die Kraftfahrzeugsteuer europaweit auf Basis der CO2-Emissionen harmonisiert werden. Der günstigere Verbrauch eines Diesel-PKW gleicht so die höhere Besteuerung des Kraftstoffes wieder aus.“

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.