Die Bildungspolitikerin Margit Wild fordert, die sogenannte Demographische Rendite der Realschulen im System zu lassen. Im Schuljahr 2015/16 werden rechnerisch 555 Stellen frei. Die will Wild unbedingt an den bayerischen Realschulen lassen, um die Unterrichtsbedingungen zu verbessern. Dazu hat die BayernSPD-Landtagsfraktion zur Plenarsitzung des Bayerischen Landtags am Donnerstag, 16. Juli, einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag eingereicht.
„Wir haben aktuell in Bayern 6.555 Realschulklassen. Damit wird erst einmal deutlich, wie beliebt diese Schulart ist. Das liegt sicherlich am praxisnahen Unterricht unserer Realschulen“, so Wild über Bayerns Realschulen. Laut der Regensburger Abgeordneten könnten die Realschulen auf keine einzige Planstelle verzichten, wie sie in ihrer Rede im Bayerischen Landtag deutlich machte: „In mehr als zehn Prozent aller Realschulklassen in Bayern, in 683 um exakt zu sein, werden mindestens 31 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Zudem sind in der Hälfte aller Realschulklassen, nämlich in 3.275, zwischen 26 und 30 Schülerinnen und Schüler. Auch das kann in unseren Augen kein Ziel einer Klassengröße sein. Um es kurz zu machen: in sechzig Prozent aller Realschulklassen herrscht ein unbefriedigender Zustand was die Klassengröße betrifft.“
Wild hat hierfür einen einfachen Lösungsvorschlag: „Wir haben zu viele zu große Klassen an unseren Realschulen. Das muss sich ändern. Dafür gibt es zwei Wege: wir stellen jetzt mehr Lehrkräfte ein, um das akute Problem sofort zu lösen, achten dabei aber nicht auf die Nachhaltigkeit im Haushalt. Oder wir belassen die demographische Rendite im System und verbessern so sukzessive die Situation an unseren Realschulen, ohne dabei unseren Haushalt über Gebühr zu belasten“.