„Unbürokratische Lösungen anbieten“

Veröffentlicht am 17.07.2015 in Kreisvorstand

SPD/Grüne stellen Antrag an Landkreis

Steinach. Die Umsetzung des seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes und konkrete Hilfen bei der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik waren die zentralen Themen bei der Sitzung der Kreistagsfraktion SPD/Grüne am Mittwoch im Landgasthof „Krone“ in Steinach.

Wie bei der Jugendhilfeplanung arbeiteten auch bei der Erstellung des seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes Mitglieder der Kreistagsfraktion, unter Federführung der Landkreisverwaltung, aktiv mit. Eine Fülle von Daten, Anregungen und Vorschlägen liegt nun zur weiteren Ausgestaltung und Umsetzung vor. „Wir haben die Einsetzung einer Arbeitsgruppe vorgeschlagen, die parteiübergreifend konkrete Maßnahmen formuliert, die sich dann im Kreishaushalt niederschlagen sollen“, so Fraktionsvorsitzender Heinz Uekermann. Besonders in den Handlungsfeldern „Betreuung und Pflege“ sowie „gesellschaftliche Teilhabe“ sehe man viele Verbesserungsmöglichkeiten. „Einen flexibleren und den Bedürfnissen der Senioren angepassten öffentlichen Personennahverkehr“, fordert Bürgermeister und Kreisrat Fritz Fuchs und für einen „barrierefreien Landkreis“ macht sich Kreisrätin Johanna Uekermann stark.

Zum Tagesordnungspunkt „Asyl und Integration“ berichteten die Ausschussmitglieder Rosi Deser und Anita Karl. Die Fraktion habe schon im Mai eine Sitzung des neu gegründeten Ausschusses beantragt und einen Fragekatalog dazu erstellt. Die Sitzung am 6. Juli zeigte, wie groß der Redebedarf zu dieser Thematik ist. Positiv wurde die Einsetzung eines versierten Ansprechpartners am Landratsamt für die Helferkreise bewertet. Zeitnah müsse nun ein Treffen zur Vernetzung der verschiedenen Organisationen erfolgen. Gänzlich unzufrieden sei man mit der Haltung der Staatsregierung, was die Einrichtung von zusätzlichen Berufsschulklassen betrifft. „Die Wartelisten sind jetzt schon unendlich lang und die versprochenen Verbesserungen reichen hinten und vorne nicht aus“, so Berufsschulverbandsrat Josef Eisenhut. Vehement forderte Rosi Deser die Einführung von Übergangsklassen für die jungen Flüchtlinge. „Die jungen Menschen sind lern- und wissbegierig und wollen etwas tun“. Die Fraktion wird deshalb den Antrag stellen, in Mitterfels eine Übergangsklasse für die jungen Flüchtlinge aus dem nördlichen Landkreis einzurichten und wenn nötig, unbürokratische Hilfe zu leisten.

Zum Thema „Salmonellen im Landkreis“ ,die Fraktion hatte Fragen an die Verwaltung gestellt, liegt nun eine ausführliche Stellungnahme des zuständigen Sachgebietes vor, berichtete Kreisrätin Anita Karl. „Sicherheit kann nur erzielt werden, wenn sich die gesetzlichen Grundlagen zur Käfighaltung ändern“, so ihre Schlussfolgerung.

Eine grundsätzliche Diskussion zur zukünftigen Struktur der Kreiskliniken schloss sich an.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.