VIA NOVA - ganz in unserem Sinn

Veröffentlicht am 05.08.2012 in Regionalpolitik

Offener Brief der SPD- Ortsvorsitzenden Madlen Melzer an Bürgermeister Christian Kiendl betreffs der Planungen zum europäischen Pilgerweg VIA NOVA

Schierling ist nach einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 29. März 2011 auf Antrag der SPD- Fraktion offizielle VIA NOVA- Gemeinde. Die Schierlinger SPD sieht darin für die Zukunft ein enormes Potenzial für eine spirituelle Wegweisung und eine große Chance für den Nah- und Ferntourismus im Großen und Kleinen Labertal, insbesondere auch in Hinblick auf eine naturnahe Nachnutzung des MUNA- Geländes.

Sehr geehrter Herr BGM Kiendl,

mit Freude habe ich in der Presse gelesen, dass der Pilgerweg VIA NOVA, nun tatsächlich zu einem Thema für den Markt Schierling wird und zwar ganz in unserem Sinn.

Dass Sie auf unseren Antrag, bzw. auf unsere Anregungen, einen Arbeitskreis mit der Ausgestaltung des angedachten Weges zu beauftragen, nicht eingegangen sind und mir schnöde mitgeteilt haben, dass der Tourismusverein sich nun mit dem Thema beschäftigt, scheint ja jetzt Schnee von gestern zu sein.
Schön, dass Frau Kammerer vom Landratsamt , nun genau unsere Auffassung vertritt, viele Leute vor Ort einzubinden, um den „Pilgerweg“ zu beleben und eventuell auch für die Bevölkerung vor Ort zu einem attraktiven Ausflugs- und Naherholungsweg zu entwickeln.

Nachdem ja vorgeschlagen wurde, dass die Gemeinden jeweils eine oder mehrere Personen in einen Arbeitskreis entsenden sollen, möchte ich von unserer Seite Armin Buchner vorschlagen.
Nachdem ja der VIA NOVA- Pilgerweg vom SPD- AK- Labertal überhaupt in unsere Region gebracht und von uns nachdrücklich für Schierling angedacht wurde, sehen wir es als selbstverständlich an, dass einer der Vertreter Schierlings aus unseren Reihen stammt.

Leider haben Sie uns ja vor geraumer Zeit keinen Termin eingeräumt, obwohl wir ausdrücklich darum gebeten haben, um uns Gelegenheit zu geben, Ihnen unsere Ideen hinsichtlich Streckenführung und Weggestaltung zu unterbreiten. Herr Buchner wird sich freuen, seine und unsere Vorschläge nun an geeigneter Stelle mit einzubringen.

Da wir uns inzwischen bereits in 2 Gemeinden Oberösterreichs bei den dortigen Tourismusbeauftragten schlau gemacht haben, wie die Gemeinden mit ihren regionalen Pfunden wuchern und über den Pilgerweg einen deutlichen Zuwachs an Gästen gewinnen konnten, geben wir gern weiter, was wir erfahren haben. Besonderes Augenmerk gilt in der Tat dem Pilgerstempel.

Wenn es darum geht, Ehrenamtliche aus den Vereinen zu gewinnen, dürfen Sie ebenfalls gern auf uns zukommen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten möchten wir uns jederzeit beteiligen, damit die Pilger unsere Heimatgemeinde in guter Erinnerung behalten.

Ich erlaube mir, diesen Brief als „ offenen Brief“, mit Weitergabe an die Presse und zur Veröffentlichung auf unserer Homepage zu verfassen, da ich leider in der Vergangenheit schlechte Erfahrung gemacht habe, wenn ich Ihnen auf normalem Weg geschrieben habe.

Es ist einfach ärgerlich, wenn man von Ihnen keine Antwort erhält, am Ende noch Häme erntet und mit ansehen muss, wie die eigenen Vorschläge plötzlich zu ihren mutieren.

Die Gemeinde ist natürlich zuvorderst angehalten, sich um die Begehbarkeit des Weges zu kümmern, aber wir würden uns freuen, wenn es uns Schierlingern „auf diesem Weg“ gelingt, tatsächlich den Tourismus vor Ort anzukurbeln und darüber hinaus den Gemeinsinn zu intensivieren.

Sollte dann doch noch die MUNA ein Bürger- und Freizeitpark werden, dann ist mir und unserem Ortsverein nicht bange, was die Ansiedlung von Mensch und Gewerbe angeht. Denn wo es schön und etwas los ist, da mag jeder gern leben.

Ganz am Ende meines Schreibens möchte ich Ihnen noch das Grußwort Horst Seehofers, zu den 120 Jahrfeiern der Bayern- SPD im Regensburger Kolpinghaus, empfehlen. Ihr Parteivorsitzender war voll des Lobes für den Einsatz der Sozialdemokraten im Dienst der Freiheit und der Demokratie, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart.

Es sollte daher auch in Schierling möglich sein, auf Augenhöhe und zum Wohle der Menschen zusammenzuarbeiten.

Ich hoffe von Ihnen zu hören und verbleibe
mit freundlichem Gruß

Madlen Melzer

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.