Unverantwortliche Kürzungspläne bei der Städtebauförderung

Veröffentlicht am 01.09.2010 in Bundespolitik

SPD wird bei Haushaltsberatungen Druck auf Bundesregierung erhöhen

Mehrere Bürgermeister aus der Oberpfalz haben sich an die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder gewandt und ihre Besorgnis über die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen im Bereich der Städtebauförderung zum Ausdruck gebracht und sie um Unterstützung gebeten. Marianne Schieder teilt die Kritik der Bürgermeister. "Die Sparpläne von Bundesminister Ramsauer sind absolut unverständlich", betont die Abgeordnete, "hier Kürzungen vorzunehmen sei ein schwerer Schlag für wichtige Infrastrukturinvestitionen der Kommunen - insbesondere in ländlichen Räumen -, aber ebenso auch für das mittelständische Handwerk, Arbeitsplätze und den wirtschaftlichen Aufschwung." Die Städte und Gemeinden bräuchten verlässliche und längerfristige Förderungen, um auch künftig zahlreiche Vorhaben umsetzen zu können, so MdB Marianne Schieder.

Sie weist darauf hin, dass der Haushaltsentwurf 2011 am 7. Juli 2010 vom Kabinett verabschiedet worden sei. Nun droht nicht nur ein Frontalangriff auf die Gewerbesteuer als eine eigenständige Einnahmequelle für Kommunen, sondern darüber hinaus trifft das Streichkonzert in den Bereichen Bau und Verkehr die Kommunen empfindlich. Die von der Bundesregierung beschlossenen Sparmaßnahmen sind ein Sparen am falschen Ende:

Die Komponenten der Städtebauförderung – wie „Stadtumbau Ost“, „Stadtumbau West“, „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ und „Städtebaulicher Denkmalschutz“ sollen auslaufen. Was am Ende bleibt, ist ein Schrumpfprogramm mit halbierten Mitteln. Viele Projekte können jetzt möglicherweise nicht zu Ende geführt und geplante sicher nicht begonnen werden.

Die Kürzung der Städtebauförderung ist kontraproduktiv. Sie trifft empfindlich das Programm „Soziale Stadt“. Damit haben die Kommunen nicht nur in „Beton investiert“, sondern Stadtteilentwicklung, Integration und Quartiersmanagement vor Ort wirksam gefördert. Der Bundesregierung, insbesondere der FDP, ist diese soziale Investition nun ein Dorn im Auge.

Desweiteren versichert MdB Marianne Schieder den Bürgermeistern, dass sie alles tun werde, um negative Auswirkungen für die Städte und Gemeinden zu verhindern und betont, dass die Leitlinie sozialdemokratischer Politik immer gewesen sei, die Kommunen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben aktiv zu unterstützen. Die SPD-Bundestagsfraktion werde deshalb in den im Herbst anstehenden Haushaltsberatungen den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, damit die unverantwortlichen Kürzungen bei den Städtebauförderprogrammen gestoppt oder abgemildert werden könnten.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.