Dr. Bernd Vilsmeier, Rainer Pasta, Prof. Dr. Manfred Miosga, Ruth Müller
Kommunalpolitisches Forum zur Demographie
Kommunalpolitisches Forum zur Demographie
Zum kommunalpolitischen Forum mit dem Thema „Demographie und Kommunalpolitik“ hatte die Kommunal-Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung eingeladen. Als Referent konnte dazu der Diplom-Geograph und Stadtplaner Professor Dr. Manfred Miosga von der Universität Bayreuth gewonnen werden. Neben vielen Kommunalpolitikern aus dem westlichen Niederbayern waren auch die SPD-Kreisverbände Dingolfing-Landau mit dem Vorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier, der SPD-Kreisverband Landshut mit der Vorsitzenden Ruth Müller und Rainer Pasta, der Sprecher des SPD-Arbeitskreises Labertal, eines Verbundes von SPD-Ortsvereinen aus den Landkreisen Straubing, Landshut und Re-gensburg, vertreten.
Eingangs zeigte Prof. Miosga Zahlen und Daten zur demographischen Entwicklung Deutschlands, Bayerns und Niederbayerns. „Die Deutschen sind auf Wanderschaft“, so Prof. Miosga, „von Osten nach Westen und von Norden nach Süden“. In Bayern sind insbesondere Oberfranken und die östli-chen Regionen an der Grenze zu Tschechien von Abwanderung betroffen. Dagegen profitieren die westlichen Gebiete Niederbayerns auch von der starken Strahlkraft der Metropolregion München und der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Region um den Münchener Flughafen.
Aber wenn man die Zahlen regional und lokal genauer betrachtet, sind die die Auswirkungen regiona-ler Abwanderung und der Demographie schon feststellbar, so Prof. Miosga. Im Wettbewerb um junge Menschen und Familien, um die Bevölkerungsstruktur stabil zu halten, haben die Kommunen in den Randlagen, auch in sonst boomenden Regionen, deutliche Schwierigkeiten. „Solange eine relativ billige Mobilität, besonders mit dem Pkw, gewährleistet ist, können die Menschen noch in die Zentren und zu den Arbeitsplätzen pendeln“, stellte Prof. Miosga fest, „und die Bevölkerungsstruktur relativ stabil gehalten werden. Aber wie lange wird Benzin noch bezahlbar sein?“
Um die Bevölkerungsstruktur in Deutschland einigermaßen stabil und die Demographie im Griff zu behalten, ist eine jährliche Zuwanderung von ca. 300.000 Menschen pro Jahr notwendig. Inwieweit wir struktur- und kulturpolitisch dafür die Akzeptanz aufbringen oder aufbringen wollen, muss politisch ge-klärt werden, so Prof. Miosga weiter. Maßnahmen zur Steigerung der Kinder- und Familienfreundlich-keit und eine entsprechnde Schul- und Bildungslandschaft sind weitere Faktoren.
Trotzdem wird uns die demographische Entwicklung in der Zukunft mehr abverlangen, darin waren sich Prof. Miosga und die Vertreter der SPD-Kommunalpolitik einig. Die Wiederbelebung der langsam überalternden Ortskerne gehört dazu, wie auch eine aktive Beteiligung der Bürger am gesellschaftli-chen Wandel. Dies kann bei der zukünftig notwendigen Umstrukturierung und beim Umbau der Siedlungsstrukturen helfen. Jedenfalls müssen wir mehr universal und überregional denken und lokal handeln, so Dr. Vilsmeier. Eine reine lokal auf sich fixierte „Kirchturmpolitik“ wirkt da eher kontraproduktiv. Nur im regionalen Miteinander können die Herausforderungen bewältigt und nicht zuletzt auch finan-ziell gestemmt werden.
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.