05.03.2012 in Veranstaltungen

Historischer Themennachmittag in Geiselhöring

 

Organisieren die Historischen Themennachmittage: Die Ortsvorsitzenden Madlen Melzer (Schierling) und Johannes Faden (Geiselhöring), Historiker Albert Eichmeier, Dr. Norbert Aas mit seiner Schwester Elisabeth Scherm, die AK-Sprecher Ruth Müller und Rainer Pasta sowie Armin Buchner aus Schierling

„GELINZT ... die Euthanasie-Opfer aus dem Labertal“
Auch aus unserer Region wurden behinderte Menschen in die Gaskammer von Hartheim/Linz geschickt

Im vollbesetzten Saal des Gasthauses Wild in Geiselhöring referierte Dr. Norbert Aas aus Bayreuth über die aus der Region stammenden Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten. Mit den Historischen Themennachmittagen macht der SPD-AK Labertal deutlich, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht irgendwo, sondern überall - auch in unserer Region – verübt wurden und dass es an der Zeit ist, den Mantel des Schweigens abzustreifen. „Gerade die aktuell zunehmenden Aktivitäten der Neonazis in Niederbayern werfen ein ganz besonderes Licht auf diese Taten, denn an der menschenverachtenden und mörderischen Gesinnung der Nazis hat sich bis heute nichts geändert“, so Rainer Pasta, Sprecher des Arbeitskreises Labertal.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Johannes Faden konnte eine Vielzahl von Besuchern aus nah und fern zum Themennachmittag in Geiselhöring begrüßen. Besonders auffällig war die breit gefächerte Altersstruktur und trotz des schwierigen Themas fanden sehr viele Menschen den Weg zur SPD – noch dazu an einem frühlingshaften Sonntagnachmittag.

„Eigentlich freut man sich ja, wenn man mit seinen Vortragsthemen den Puls der Zeit trifft und auf aktuelle Geschehnisse verweisen kann“, so AK-Sprecher Rainer Pasta in seiner Einführung. „In unserem Fall ist es aber leider kein Grund zur Freude, wie aktuell der AK Labertal mit den Inhalten der Historischen Themennachmittagen ist. Eine zunehmende Präsenz der Neonazis auf den Straßen unserer Städte und Dörfer, die Morde der Dresdner Nazigruppe und als letztes der Beweis für die zunehmende Bewaffnung und Radikalisierung der rechten Szene geben wahrlich keinen Grund zur Freude. Der Protest ist glücklicher Weise vielfach und nachhaltig, aber der große Aufschrei in der Bevölkerung bleibt auch weiterhin aus“, so Pasta weiter. Die meisten Menschen glaubten, dass der Holocaust der Nazis mit der Ermordung der Juden seinen Anfang nahm. „Doch es gibt eine Gruppe, die den massenhaften Nazimorden noch vor den Juden ausgesetzt war: Die Behinderten und genetisch Kranken in Deutschland, in Bayern und auch hier im Labertal“ führte Pasta die Zuhörer an das Thema heran. „In Wirklichkeit begannen die Vernichtungsoperationen im Januar 1940 mit der Ermordung der wehrlosesten Menschen in der Gesellschaft – den Behinderten und Alten“. Der Grund für diese Massenmorde sei in der Ideologie der Nazis verwurzelt. „Der Nationalsozialismus war – und ist - primitiver Rassismus“, so Rainer Pasta.

05.03.2012 in Veranstaltungen

Bei der Messe der SPD-Ortsvereine

 

InterAKTIV im Labertal: v.l. Martin Auer, Armin Buchner, Madlen Melzer, Ruth Müller, Maria Auer sowie Heinz Uekermann mit SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen (4.v.re.) und MdL Anette Karl (3.v.l.)

BayernSPD InterAKTIV
Packen wir’s an – dann kann die CSU einpacken!

„BayernSPD interAKTIV“ hieß die Messe der SPD-Ortsvereine in der Messestadt Nürnberg, die im Februar im Karl-Bröger-Zentrum vom SPD-Landesverband auf Einladung des SPD-Landesverbandes von weit über 100 Funktionärinnen und Funktionären der SPD aus ganz Bayern besucht wurde. Selbstverständlich war auch der Arbeitskreis Labertal unter der Führung seiner Sprecherin Ruth Müller zusammen mit einer starken Delegation der Schierlinger SPD vertreten. Vorgestellt wurden in acht Foren und Workshops die Projekte der BayernSPD bis zum Sommer 2013 zur Vorbereitung der Landtags- und Bundestagswahl im September des kommenden Jahres. Zu den behandelten Themen gehörten unter anderem der Umgang mit den Rechtsextremisten, die Angebote der politischen Bildungsträger, Tipps für die Pressearbeit sowie für die Internet-Auftritte. Eine ganze Reihe von Expertinnen und Experten standen den Gästen für Informationen und Anregungen zur Verfügung.

04.03.2012 in Jugend von SPD Bezirk Oberpfalz

Wettbewerb "Ideen für die Bildungspolitik"

 

Bildungsideen gesucht. Deutschland – Land der Ideen sucht die besten „Ideen für Bildungspolitik“

Viele Menschen in Deutschland engagieren sich mit großem Einsatz dafür, dass Kinder und Jugendliche auf ihrem individuellen Bildungsweg begleitet und gefördert werden. Dieses Engagement möchte der Wettbewerb „Ideen für die Bildungspolitik“ sichtbar machen. Bereits zum zweiten Mal ruft daher die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ den Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ aus – gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Vodafone Stiftung Deutschland.

04.03.2012 in Landespolitik von SPD Bezirk Oberpfalz

Staatsregierung raubt dem ländlichen Raum die Zukunftsperspektive

 

SPD: bestmögliches Bildungsangebot installieren

Die Landtagsabgeordnete Annette Karl ist empört darüber, dass die Staatsregierung Eigeninitiativen von Kommunen mit dem Verweis auf zukünftige Geburtenzahlen ablehnt. Die nordoberpfälzer Stadt Tirschenreuth hatte sich mit der Idee zur Gründung einer Fachakademie für Sozialpädagogik an das Kultusministerium gewandt, welche mit Verweis auf den überdurchschnittlich hohen Geburtenrückgang in der nördlichen Oberpfalz (minus 15,9 %) und in Oberfranken (minus 10,25) in den nächsten Jahren abgelehnt worden ist. Durch diesen Rückgang der Neugeborenen wird der Anteil der potenziellen Studierenden zwischen 16-19 Jahren an einer solchen Fachakademie um 43% zurückgehen.

04.03.2012 in Allgemein von SPD Landkreis Landshut

Volles Haus bei der SPD

 
Vertreter von Jusos, 60plus, Kreis- und Stadverband sowie des Unterbezirks gratulierten Marianne Bontzol (3. v. l.)

Doppeltes Jubiläum der Geschäftsführerin Marianne Bontzol gefeiert

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.