Studienplatzmangel: Bund und Länder müssen jetzt handeln

Veröffentlicht am 02.12.2010 in Bildung

Bessere Bildung für alle
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Master-Studienplätze reichen bei weitem nicht aus

Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD zum Übergang ins Masterstudium erklärt die bildungspolitische Sprecherin der bayerischen SPD-Landesgruppe, MdB Marianne Schieder: Die SPD-Bundestagsfraktion fordert sofortige Verhandlungen von Bund und Ländern über eine Aufstockung des Hochschulpaktes. Doch leider unternimmt die Bundesregierung nichts, um dem immer größeren Mangel an Studienplätzen zu begegnen.

Die Hochschulpakte I und II, mit denen der Bund gemeinsam mit den Ländern in den Jahren 2007 bis 2015 insgesamt über 365.000 zusätzliche Studienanfängerplätze finanziert, waren eine gute Entscheidung. Doch diese Vereinbarungen reichen vorne und hinten nicht mehr aus.

Erstens ist die Anzahl der Studieninteressierten höher als ursprünglich angenommen. Im Studienjahr 2010 nahmen 442.600 Erstsemester ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf, allein in Bayern waren es 61.500 Studierende mehr. Damit zeigt sich, dass die bisherige Berechnungsgrundlage für den Hochschulpakt II bereits jetzt um rund 53.000 Studienanfänger unter der aktuellen Zahl liegt. Im Jahr 2011 werden mit den doppelten Abiturientenjahrgang weitere 76.000 Studierende an die bayerischen Hochschulen drängen.

Zweitens kommen nach Aussetzung der Wehrpflicht noch einmal bis zu 60.000 zusätzliche Studienanfänger auf die Hochschulen zu, davon werden alleine in Bayern 5.500 Studierende erwartet.

Und drittens wird immer deutlicher, dass für die Bachelor-Absolventen zu wenig Masterstudienplätze angeboten werden. Es reicht nicht aus, nur Bachelor-Plätze auszubauen, auch die Master-Plätze müssen aufgestockt werden. In der Beantwortung unserer Kleinen Anfrage praktiziert die Bundesregierung wieder einmal Vogel-Strauß-Politik: Kopf in den Sand und nichts hören, nichts sehen, nichts sagen, sie hat keine Zahlen, ist nicht zuständig, aber ihr Hochschulpakt ist eine Erfolgsgeschichte. Das ist erbärmlich und unverantwortlich.

Die Bundesregierung muss im Interesse der Hochschulen und Studieninteressierten schleunigst mit den Ländern über eine Aufstockung des Hochschulpaktes verhandeln, damit schnellstens ausreichend Plätze für Studienanfänger und für Master-Studierende zur Verfügung stehen. Dabei muss - insbesondere mit Blick auf die Aussetzung der Wehrpflicht - der Bund seiner Verantwortung gerecht werden.

Welche fatalen Auswirkungen noch dazu die Sparbeschlüsse der Bayerischen Staatsregierung haben werden, zeigt alleine die Situation an der Uni Regensburg. Dort müssen im Jahr 2011 3,7 Millionen Euro eingespart werden, was zu einem Wegfall von 600 Seminaren führe, wie Professor Reiser, Prodekan für Forschung an der Uni Regensburg, betonte.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.