Steuersünder-CD: FDP betreibt wieder Klientelpolitik

Veröffentlicht am 08.02.2010 in Steuern & Finanzen

MdL Franz Schindler: Argumente gegen den Kauf der Steuerhinterzieher-CD sind scheinheilig

Die Diskussion über die Rechtmäßigkeit des eventuellen Ankaufs von Daten über mögliche Steuerhinterzieher wird nach Ansicht des Vorsitzenden des Rechtsausschusses des Bayerischen Landtags, MdL Franz Schindler, mit abstrusen Argumenten geführt und ist scheinheilig. Es habe überhaupt nichts mit Hehlerei zu tun, wenn der Staat für Informationen über Steuerhinterziehung Geld bezahle. Vielmehr gehe es darum, potentielle Straftäter und ihre Gehilfen oder Anstifter in international tätigen Banken zu überführen. Wer dies als elementaren Verstoß gegen rechtsstaatliche Prinzipien bezeichne und wie die FPD mit dem Folterverbot gleichsetze, habe die Maßstäbe verloren.

Schließlich sei es im Rechtsstaat Bundesrepublik längst Alltag, dass bezahlte V-Leute zur Aufdeckung von Straftaten eingesetzt werden und werden jeden Tag vor deutschen Gerichten sogenannten deals mit Straftätern geschlossen. Der Sündenfall habe also längst stattgefunden. Ihn jetzt im Zusammenhang mit dem eventuellen Kauf von Daten über Steuerhinterzieher zu beklagen, habe den Beigeschmack, dass die FDP wieder einmal ein Klientel bedienen möchte. Das habe nichts mit Liberalität zu tun, sondern einen eigenartigen Geschmack.

Es müsse zwar jeder Fall für sich betrachtet und entschieden und verhindert werden, dass der Staat durch jederzeitigen Ankauf von Daten ein neues kriminelles Geschäftsfeld eröffne, im Ergebnis bestehen aber gegen die Bezahlung für Informationen keine rechtsstaatlichen Bedenken.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.