Bürgermeister Franz Göbl sieht Hauptschule gefährdet

Veröffentlicht am 08.02.2010 in Lokalpolitik

Bürgermeister Franz Göbl kritisiert die verfehlten Ansätze der bayerischen Schulpolitik.

Am letzten Freitag fand die erste Sitzung im Jahre 2010 des Bucher Ortsvereins im Gasthaus Kuttenlochner statt. Der Ortsvorsitzender Ulrich Nitsche eröffnete die Sitzung. Vorherrschendes Thema war die Gemeinde- und Schulpolitik.

Bürgermeister und stv. Vorsitzende der SPD Kreistagsfraktion Franz Göbl referierte über den aktuellen Stand der Schulreform des Landes Bayern und die daraus resultierende Gefahr für den Hauptschulstandort Buch. Konstruktive Vorschläge seitens des Bürgermeisters für eine sinnvolle geregelte künftige Zusammenarbeit unter den Hauptschulstandorten stoßen dabei im Gerangel um lokale Vorteile sehr oft auf taube Ohren. Im Zusammenhang mit dem Schlagwort „Mittelschule“ zeichneten sich wahrscheinlich auch Konsequenzen für die Zukunft der Bucher Hauptschule ab. Für die neuen Verbünde sei dabei u.U. auch eine Orientierung hin zu Nachbarlandkreisen – unserem Falle in Oberbayern - nicht auszuschließen und durchaus interessant.

Themen der Landes- und Bundespolitik wurden ebenfalls gestreift. Insbesondere die Verwerfungen um die bayerische Landesbank mit dem Verlust von jetzt schon mehr als 13 Milliarden werden den bayerischen Steuerzahler noch hart treffen. Im Bund wurde auch über den Fehlstart der neu gewählten FDP/CDU/CSU-Koalition diskutiert und vor allem die offensichtliche Klientelpolitik der FDP verurteilt. Gemeinderat Tandler wies ferner darauf hin, dass bei steigender Gesamtproduktivität, die immer weniger auf menschliche Arbeitskraft zurückzuführen sei, das Vorhaben, das gesamte Sozialsystem aus menschlichem Arbeitslohn zu finanzieren auf Dauer nicht zu schaffen sei. Gleichzeitig entwickele sich die Einkommenschere immer weiter auseinander, wobei die oberen Einkommensteile (ab den Beitragsbemessungsgrenzen) keinen Beitrag mehr für das Sozialsystem leisteten.

Thematisiert wurden auch die Veranstaltungen, die von den Aktiven Bürgern in diesem Jahr vorgesehen sind. Für den 16.4. wurde ein Vortrag von unserem Pfarrgemeinderatsmitglied und Jugendbeauftragten Anton Grabinger, mit dem Thema Jakobsweg: Unterwegs im Zeichen der Muschel. Infolge des 1250-jährige Jubiläums der ersten geschichtlichen Erwähnung des Ortes Buch am Erlbach hat sich auch der SPD-Ortsverein der Ursprünge der SPD besonnen. Man ist dabei aus einer großen Kulturbewegung im vorletzten Jahrhundert hervorgegangen. Im Geiste dieser Rückbesinnung war dann schnell die Idee geboren, durch ein Open-Air-Konzert, welches alljährlich im Rahmen eines Sommerfestes stattfinden sollte, mitzuhelfen, die musikalische Kleinkunst auf dem Lande beleben zu helfen. Aus diesem Grunde nun in diesem Jahr das Open-Air-Festival „Erlbach II“. Es konnten die vier Gruppen

· Murphies-Law-Band aus Mühldorf
· Vier-Immer aus Ergoldsbach
· Birgit Katzenbogner aus Bruckberg
· Gurupemo aus Wang

verpflichtet werden. Beginn ist der 24.Juli um 17:00 im Biergarten des Gasthauses Kuttenlochner.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.