Stärkung des ländlichen Raums sichert gleichwertige Lebensverhältnisse

Veröffentlicht am 12.02.2010 in Kommunalpolitik

MdL Anette Karl und Bürgermeister Franz Göbl

DSL und Finanzen diskutiert

Der demographische Wandel ist nicht aufzuhalten, deshalb müssen sich die Kommunen auf neue Herausforderungen in der täglichen Politik einstellen, so Bürgermeister Franz Göbl in der Diskussion mit der Landtagsabgeordneten Anette Karl. Die Landtags-SPD hat einen Antrag für einen grundlegend neuen Ansatz bei der Versorgung ganz Bayerns mit schnellem Internet auf den parlamentarischen Weg gebracht. Darin wird die Staatsregierung aufgefordert, sich im Bundesrat dafür einzusetzen, dass eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet als eine Aufgabe der Daseinsvorsorge im Telekommunikationsnetz verankert wird.

Damit erhielte die Telefonie des 21. Jahrhunderts den gleichen Status wie die Grundversorgung der Bevölkerung mit Wasser, Elektrizität und dem einfachen Telefonanschluss. Bürgermeister Franz Göbl bekräftigte: „Ein schneller Internetzugang ist heutzutage nicht nur für die Wirtschaft ein wichtiger Standort-faktor, sondern auch für den privaten Internetnutzer unentbehrlich. Bei Vermietung, Verkauf und für Heimarbeitsplätze ist der schnelle DSL-Zugang gefordert. Ebenso ist die Arbeit der Kommunen behindert. Immer mehr Behörden und Einrichtungen bieten ihre Unterlagen in digitaler Form an – diese stehen dem Nutzer bei aus der Leitung tröpfelnden Daten aber nicht zur Verfügung. Weiterhin bieten schnelle Internetzugänge auch die Möglichkeit, im medizinischen Bereich die entstehenden Lücken bei der Fachärzteversorgung zu schließen, so dass durch eine Vernetzung der Ärzte untereinander Fachkompetenzen auch im ländlichen Raum mit kurzen Wegen für den Patienten zur Verfügung stehen“.

Gerade für den ländlichen Raum sei aber auch die ausreichende Finanzausstattung der Kommunen überlebenswichtig. Durch das schwarz-gelbe Wachstums-beschleunigungsgesetz fehlten den bayerischen Kommunen rund 486 Millionen Euro. Der Finanzausgleich müsse schrittweise angehoben werden, waren sich MdL Anette Karl und Bürgermeister Franz Göbl einig. Immer mehr Aufgaben würden auf die Kommunen delegiert und somit auch von diesen finanziert. Als Beispiel nannte Göbl hier die Einführung des Bayer. Kinderbildungs- und –betreuungsgesetzes (BayKiBiG), bei der Gemeinden mit wesentlich höherem Aufwand beteiligt sind, wie in den vergangenen Jahren.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.