SPD zu Besuch bei Deutschlands jüngstem Bürgermeister

Veröffentlicht am 13.02.2009 in Regionalpolitik

Die Delegation der SPD aus dem Landkreis Landshut mit Bürgermeister Michael Adam (5. von links).

Die Mitglieder des SPD-Kreisverbands Landshut besuchten kürzlich den Bodenmaiser Bürgermeister Michael Adam, der zugleich auch SPD-Kandidat für den Deutschen Bundestag im Wahlkreis Straubing-Regen ist.

Der Kontakt zu Michael Adam war bei der Verleihung der DEMO-Kommunalfüchse im Frühsommer 2008 in Berlin zustande gekommen. Dort war Adam Preisträger in der Kategorie „Junges Engagement“ und die Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller erhielt die bundesweite Auszeichnung in der Rubrik „Europäisches Engagement einer Kommune“. Damals habe man sich als „einzige Niederbayern in Berlin“ unterhalten und kennen gelernt. Dabei sei auch die Idee eines Besuchs entstanden.

Adam war bundesweit in die Schlagzeilen geraten, als er im März 2008 mit 23 Jahren zum Bürgermeister von Bodenmais gewählt wurde. Im Gespräch mit den Genossen aus Landshut schilderte er seinen engagierten Wahlkampf aber auch die schwierige Zeit der Amtsübernahme im Bodenmaiser Rathaus.

Den viel zitierten Begriff von der „Stärkung des ländlichen Raums“ könne er nicht mehr hören, denn er habe gemerkt, dass der „ländliche Raum“ für viele engagierte und qualifizierte junge Menschen keine Lebens- und Arbeitsperspektive mehr biete. So habe er beispielsweise auf der Suche nach einem geschäftsleitenden Beamten mehrfach ausschreiben müssen, bevor durch persönliche Kontakte ein geeigneter Kandidat gefunden werden konnte. Gerade deshalb müsse man als Sozialdemokraten daran mitarbeiten, die vor Ort Zukunftsperspektiven zu schaffen und für die junge Generation das Umfeld attraktiv zu machen.

Bodenmais habe einen starken Strukturwandel hinter sich – vom Bergbauort zum erfolgreichsten Ferienort des Bayerischen Waldes. Nach enormen Rückgängen der örtlichen Übernachtungszahlen in den letzten Jahren, sei es durch die Gründung einer Tourismus-GmbH und die konsequente Modernisierung der örtlichen Tourismusstrukturen gelungen, den Rückgang umzukehren. Entgegen des Bayerwaldtrends konnte Bodenmais in 2008 12 Prozent an Übernachtungen zulegen.

Junge Menschen müsse man in der Politik als Zielgruppe im Blick haben – Adam ist sich sicher, dass er mit seiner Kandidatur das Interesse der Jugendlichen an der Politik geweckt habe. Trotzdem sei es kein Selbstläufer – man müsse die Jugendlichen auch immer wieder neu motivieren, sich an der Gesellschaft und der Demokratie zu beteiligen. Als niederbayerischer Juso-Vorsitzender werde er seinen Beitrag dazu leisten, aber auch daran mitarbeiten, das soziale Profil der SPD in Niederbayern zu schärfen.

Bürgermeister Franz Göbl aus Buch am Erlbach und 2. Bürgermeister Sebastian Hutzenthaler hatten natürlich besonderes Interesse an der Finanzsituation der Gemeinde Bodenmais. Hierzu berichtete Adam, dass er von seinem Vorgänger eine der höchsten Pro-Kopf-Verschuldungen Bayern geerbt habe. Die Kunst bestehe nun darin, die Gemeindefinanzen zu konsolidieren, Investitionen aber nicht zu vernachlässigen.

Damit diese Begegnung keine „Einbahnstraße“ bleibt, wird Michael Adam die Landshuter SPD auch besuchen, um die Arbeit des SPD-Kreisvorstands vor Ort kennen zu lernen. Am 24. Mai spricht Adam auf dem Neufahrner Volksfest und mit dem SPD-AK Labertal im nördlichen Landkreis Landshut wird er sich im Rahmen des Bundestagswahlkampfs gemeinsam mit dem Landshuter Bundestagskandidat Harald Unfried vorstellen. Die beiden Kreisvorsitzenden, Ruth Müller und Kerstin Schanzer bedankten sich für den interessanten Meinungsaustausch.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.