Armutsbericht: Erwin Huber will die Realität nicht wahrhaben

Veröffentlicht am 13.02.2009 in Regionalpolitik

Zu den Äußerungen von Erwin Huber zum Armutsbericht im Bayerischen Landtag erklärt MdB Florian Pronold:
„Erwin Huber versucht mit seinen Angriffen auf die SPD-Abgeordneten von seinen eigenen Versäumnissen als Minister abzulenken. Er will die Realität nicht wahrhaben.

Realität ist, dass Niederbayern von sieben bayerischen Bezirken zwischen dem 6. und dem 7. Platz schwankt. Der Armutsbericht seiner eigenen CSU-Staatsregerierung dokumentiert das deutlich: Bei der Einkommensentwicklung ist Niederbayern auf dem letzten Platz gelandet. Als Christine Haderthauer noch Generalsekretärin war, hat sie sogar gelobt, dass in Niederbayern so niedrige Löhne gezahlt werden. Dass diese Löhne zu Altersarmut führen, wollte sie nicht wahrhaben. Die SPD kämpft dafür, dass Niederbayern keine Niedriglohnregion bleibt, wir wollen einen gesetzlichen Mindestlohn, um Altersarmut zu verhindern. Die Kluft zwischen Arm und Reich lässt sich auch an den Bildungschancen ablesen: In Niederbayern liegt die Abiturientenquote bei 17 Prozent, in Oberbayern bei 23 Prozent. Wir Niederbayern sind aber nicht dümmer als die Oberbayern, das hat andere Gründe: Dass die höchste Übertrittsquote ans Gymnasium in Bayern in Starnberg zu verzeichnen ist, liegt daran, dass Bildung in Bayern vom Geldbeutel der Eltern abhängig ist und sich nur Reiche private Nachhilfe leisten können. In Rottal-Inn gibt es die niedrigste Übertrittsquote ans Gymnasium in Bayern, weil bei der niedrigen Einkommensentwicklung das Geld für Nachhilfe einfach nicht da ist. Nicht einmal eigene CSU-Abgeordnete sind so realitätsblind wie Erwin Huber: Reserl Sem hat erkannt, dass Niederbayern eine von Haus aus strukturschwache Region ist (sh. PNP-Bericht vom 05.02.09) Und das wird Niederbayern auch bleiben, wenn sich die CSU weigert anzuerkennen, dass hier etwas geschehen muss. Von Schönrednerei alleine wird die Situation in Niederbayern nicht besser. Hier muss angepackt und investiert werden, in Infrastruktur und Bildung. Anstatt unsere Region immer nur mit Worten als Aufsteigerregion zu loben und den Niederbayern mit Weihrauch den Kopf zu benebeln, hätte Erwin Huber dafür sorgen müssen, dass wir eine Spitzenregion werden.“

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.