SPD wünscht sich mehr Gleichberechtigung für die Politik vor Ort

Veröffentlicht am 05.02.2009 in Ortsverein

Stadtratsfraktion informierte zu aktuellen Themen – Bericht aus dem Ortsverein
Geiselhöring. In der offenen Fraktionssitzung am vergangenen Montag im Erlbräu-Stüberl diskutierten Fraktion und Mitglieder des SPD-Ortsvereins aktuelle Themen. Neben der Vorbereitung der Stadtratssitzung stand der Bericht aus dem Arbeitskreis Labertal und die Vorbereitung der Mitgliederversammlung auf dem Programm.

Dritter Bürgermeister und Mitglied im Bauausschuss, Harry Büttner, informierte über aktuelle Bauanträge und die Beratungen über die Solaranlagen in Hadersbach und Pönning. Weiter kam die geplanten Abbiegespuren für die Staatsstraße nach Straubing auf Höhe der Kläranlage zur Sprache. Stadtrat Josef Eisenhut zeigte sich erfreut darüber, dass mit der Einstellung einer Auszubildenden für den Beruf der Verwaltungsfachangestellten ein Antrag der SPD umgesetzt werden konnte.

Längere Diskussionen ergaben sich zum Thema Feuerwehrgarage und Gemeindehaus Wallkofen sowie der Tatsache, dass, durch sinkende Schlüsselzuweisungen und steigende Kreisumlage, der Haushalt der Stadt Geiselhöring nur noch wenig Spielraum für Investitionen bietet. Eine Lösung für Wallkofen wurde seitens der SPD befürwortet, wobei die Vorstellungen und Möglichkeiten der Dorfgemeinschaft berücksichtigt bzw. ausgeschöpft werden sollten. Dem Erhalt vorhandener Bausubstanz sollte gegenüber Neubauten der Vorzug gegeben werden, wobei eine „integrierte Lösung“ favorisiert wurde.

Anschließend berichtete Raine Pasta aus der letzten Sitzung des Arbeitskreises Labertal. Der Termin für die SPD-Veranstaltung zur Europawahl im Labertal ist auf den 28. März in Mallersdorf-Pfaffenberg festgelegt worden. Hierzu soll die Stadt Geiselhöring zur Vorstellung ihrer tschechischen Kindergartenpartnerschaft eingeladen werden. Weiter berichtete Pasta über die besprochenen Fördermöglichkeiten für Hochbaumaßnahmen im Bereich Schule und Kinderbetreuungseinrichtungen. Hier seien, so die Auskünfte der niederbayerischen Bezirksvorsitzenden Johanna Werner-Muggendorfer, die Kassen gut gefüllt. Anträge müssten über die Regierung von Niederbayern gestellt werden. Werner-Muggendorfer erklärte, so Pasta, dass neben den Baukosten nun auch Zuschüsse für die Betriebskosten möglich seinen.

Johannes Faden und Franz Bayer erläuterten den aktuellen Stand der Vorbereitungen zur Mitgliederversammlung, bei der auch die Neuwahlen des Ortsvereins anstehen würden. Hierbei zeichnet sich ein Generationswechsel ab und der Ortsverein möchte allen Interessierten die Möglichkeit bieten sich in die Arbeit der SPD vor Ort einzubringen. „Es gehört zur Tradition der Geiselhöringer SPD, den unabhängigen Bürgern eine politische Heimat zu geben. Wir haben mit dieser Offenheit gute Erfahrungen gemacht und würden uns freuen, auch zwischen den Kommunalwahlkämpfen, die nicht organisierten Bürger in unsere Arbeit einbeziehen zu können“, so Ortsvorsitzender Josef Eisenhut. Johannes Faden ging sogar noch einen Schritt weiter: „ Als `Zugezogener` wurde ich schnell und herzlich in den Ortsverein Geiselhöring aufgenommen und fühle mich hier sehr wohl. Diese Erfahrung wünsche ich jedem, der sich in Geiselhöring politisch engagieren möchte.“ Für die Neupositionierung nach der Vorstandswahl wünscht sich Faden „mehr Engagement in Sachen Gleichberechtigung und eine starke Arbeitnehmervertretung“, nur so könne ein Ortsverein seine Aufgaben in der kommunalpolitischen Verantwortung erfüllen. „Ein unverbindliches Kennenlernen ist einmal im Monat beim SPD-Stammtisch möglich, hier steht die Gemütlichkeit im Vordergrund,“ so Johannes Faden weiter. Der nächste Stammtisch findet am 13. Februar ab 20 Uhr in der Pizzeria Gardasee statt. „Hierzu sind auch alle eingeladen, die einmal in die Geiselhöringer SPD hineinschnuppern wollen.“ Die Mitgliederversammlung wurde auf Ende März/Anfang April terminiert und in der weiteren Planung mit dem 25. Juli der Termin für das SPD-Sommerfest festgelegt. (pas)

 

Homepage SPD KV Straubing-Bogen

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.