SPD Niederbayern setzt auf die Bürgerversicherung

Veröffentlicht am 25.10.2011 in Allgemein

„Starke Frauen für ein starkes Bayern“ und „Gesundheit“ im Mittelpunkt des Parteitags der bayerischen SPD

Die Delegierten der niederbayerischen SPD freuen sich, dass ihr Antrag "für eine Bürgerversicherung, die diesen Namen auch verdient", beim Parteitag der bayerischen SPD in Treuchtlingen angenommen wurde und nun auch beim Bundesparteitag im Dezember in Berlin behandelt wird. Die SPD will, dass Schluss ist mit der Zwei-Klassen-Medizin – im Krankheitsfall darf sich die Schnelligkeit der Behandlung nicht durch die Krankenversicherungskarte entscheiden.

Eine „Kopfpauschale“, die von anderen Gruppierungen propagiert wird, entspricht nicht dem Solidaritätsgedanken der SPD. Je nach Einkommen müssen unterschiedliche Beiträge in die Bürgerversicherung einbezahlt werden, dafür sollen die Zusatz- und Sonderbeiträge sowie die Praxisgebühr abgeschafft werden.

Gespannt lauschten die niederbayerischen Delegierten auch den Ausführungen des designierten Spitzenkandidaten für die bayerische Landtagswahl, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, der in seinem Eingangsreferat eine klare Lanze für mehr Gleichstellung und Chancengleichheit für Frauen brach. „Dass es die Wirtschaft in den letzten zehn Jahren versäumt hat, Frauen in Führungspositionen zu bringen, zeigt deutlich, dass eine freiwillige Selbstverpflichtung nichts bringt“, so Ude. Familien und Frauen benötigen eine verlässliche Kinderbetreuung, um Erwerbsleben und Familienplanung vereinbaren zu können. Das trage auch dazu bei, den Frauen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und sichert ihnen im Alter eine Rente, die zum Leben reicht, so Ude.

Die aktuelle bayerische Bildungs- und Familienpolitik kritisierte auch der Landesvorsitzende MdB Florian Pronold. Der Ausbau von Ganztagsschulen und Krippenplätzen gehöre auf der bayerischen Agenda nach ganz oben. „Wir wollen 2013 regieren und sozialdemokratische Politik in Bayern umsetzen“.

Foto: die niederbayerischen Delegierten mit dem SPD-Landesvorsitzenden Florian Pronold (links)

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.