SPD im Labertal unterstützt das Volksbegehren

Veröffentlicht am 15.01.2013 in Allgemein

Unterstützen das Volksbegehren und fordern kostenlose Bildung in Bayern: v.l. Rainer Pasta, Sprecher des AK Labertal, Brigitte Wessely, stellv. Ortsvereinsvorsitzende, Johannes Faden, Ortsvereinsvorsitzender aus Geiselhöring, Marktrat Armin Buchner, Ortsvereinsvorsitzende Madlen Melzer und Martin Auer aus Schierling sowie Ruth Müller, SPD-Kreisvorsitzende aus Landshut (2.v.re).

Politik gestalten – Studiengebühren abschaffen

„Das Volksbegehren zur Abschaffung der Semesterbeiträge befindet sich in der heißen Phase. Noch bis 30. Januar können sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv an einer politischen Entscheidung beteiligen“, so der Sprecher des SPD-AK Labertal, Rainer Pasta, bei der Sitzung der Ortsvereinsvorsitzenden in Geiselhöring. Das Bündnis gegen Studiengebühren in Bayern, an dem SPD, Freie Wähler, Grüne, Studenten und Gewerkschaften beteiligt sind, muss binnen zwei Wochen bayernweit gut 940.000 Unterschriften sammeln, um einen Volksentscheid zu erzwingen.

Die stellvertretende Sprecherin des AK Labertal und SPD-Kreisvorsitzende im Landkreis Landshut, Ruth Müller, erklärte, in keinem anderen Land seien die Bildungschancen so vom Geldbeutel der Eltern abhängig wie in Bayern. Von 100 Akademiker-Kindern würden 71 studieren. Dagegen besuchten nur 24 Prozent der Sprösslinge aus Facharbeiter-Familien eine Uni. Diese Zahlen sind bundesweit erhoben worden.

Die Studenten alleine können das Quorum nicht schaffen. Von den 300 000 Uni-Besuchern haben nur rund 200 000 ihren Erstwohnsitz in Bayern und sind stimmberechtigt. Also müssen sich vorwiegend Nicht-Studenten beteiligen. „Unterstützung brauchen die Studierenden von Eltern und Großeltern, deren Kinder und Enkel in Bayern zukünftig kostenlos studieren sollen. Lebenshaltungskosten und Wohnungen sind in den Hochschulstädten schon hoch genug“, so Rainer Pasta.

„Was kommt auf die Unis zu, wenn die Semester-Beiträge tatsächlich gekippt werden? Immerhin geht's um Einnahmen von 180 Millionen Euro pro Jahr“ diskutierten die Ortsvorsitzenden der Labertaler SPD und kamen zu dem Schluss, dass in einem reichen Land wie Bayern die Kosten für Bildung aus dem Steueraufkommen gedeckt werden müssten. Es sei auch nicht gerecht, wenn die Studierenden mit einem Schuldenberg in die Zukunft starten, so Rainer Pasta. „Es ist aber gerecht, wenn gut ausgebildete und gut verdienende Akademiker sich entsprechend am Steueraufkommen beteiligen und ihr „Startkapital“ so zurückzahlen“.

In vielen Orten wurden die Geschäftszeiten in den Rathäusern ausgeweitet, oft sogar an den Samstagen Öffnungszeiten eingerichtet. In Geiselhöring befindet sich der Eintragungsraum für die Eintragung in die Unterschriftenlisten im Rathaus. Zu den üblichen Öffnungszeiten von Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr, Montag bis Mittwoch 13 bis 16.00 Uhr sowie Donnerstag den 17.1. von 13 bis 18.30 Uhr und Donnerstag den 24.1. von 13 bis 20 Uhr können hier die Geiselhöringer Bürgerinnen und Bürger Politik aktiv mitgestalten und sich eintragen.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.