SPD fordert mehr Unterstützung für bürgerschaftliches Engagement

Veröffentlicht am 04.12.2010 in Bundespolitik

Engagierte brauchen Unterstützung über den 5. Dezember hinaus

Der 5. Dezember ist internationaler Tag der Freiwilligen und Anlass, den 23 Millionen bürgerschaftlich Engagierten unsere Wertschätzung und Anerkennung zum Ausdruck zu bringen, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder. Engagierte brauchen unsere Unterstützung und Anerkennung 365 Tage im Jahr. Für sie machen wir Politik über den 5.12. hinaus.

Ob im Sport- oder Musikverein, in Kirchen, in der Pflege, der Eine-Welt-Bewegung, in Eltern- und Umweltinitiativen, bei der Freiwilligenfeuerwehr oder im Sanitäts- und Rettungsdienst, Parteien und Gewerkschaften und weiteren Tätigkeitsfeldern der Bürgergesellschaft - wer sich freiwillig engagiert, leistet Tag für Tag einen Beitrag für den solidarischen Zusammenhalt unserer Gesellschaft und für eine lebendige Demokratie. Freiwillige stehen für uns im Mittelpunkt, sie brauchen die Politik als verlässlichen Partner an ihrer Seite. Wir haben in den letzten Jahren die Grundlagen für das Engagement durch Verbesserungen im Vereinsrecht, bei Haftungsfragen und im Unfallschutz ausgebaut. Das Spenden und Stiften wurde erleichtert und transparenter. Wir haben die Jugendfreiwilligendienste ausgebaut, neue Einsatzfelder z.B. in den Sportvereinen, bei Jugendkunstschulen und Kulturvereinen geschaffen und Jugendlichen, die bislang keinen Zugang hatten, mit Modellprojekten Brücken zu den Freiwilligendiensten gebaut. Aber auch die Älteren konnten sich im generationenoffenen Freiwilligendienst engagieren. Die Bundesregierung steht im Wort bei den 23 Millionen Engagierten, sie erwarten Unterstützung und Anerkennung. Ich bin überzeugt, dass wir eine Strategie für die bürgerschaftlich Engagierten über die Wahlperiode hinaus brauchen. Daher hat die SPD in der großen Koalition den Prozess für eine nationale Engagementstrategie angestoßen und das Nationale Forum für Engagement und Partizipation ins Leben gerufen. Über 300 Expertinnen und Experten aus den Reihen der Bürgergesellschaft, aus Wissenschaft und Politik haben in den letzten eineinhalb Jahren Handlungsempfehlungen für eine zukunftsweisende Politik für die bürgerschaftlich Engagierten erarbeitet. Diese Vorschläge werden von der Bundesregierung jedoch ignoriert und Versprechungen nicht eingelöst. Jetzt kommt für die Engagierten das böse Erwachen:
  • Anstatt die bestehenden Jugendfreiwilligendienste weiter auszubauen wird mit einem neuen Bundesfreiwilligendienst eine Konkurrenz und Doppelstrukturen geschaffen. Es besteht die Gefahr, dass FSJ und FÖJ ausbluten und zu Diensten zweiter Klasse degradiert werden.
  • Die Soziale Stadt wird totgespart. Zwischen Quartiersmanagement, Bücherecke und Bolzplatzsanierung hat das Programm Soziale Stadt neues Leben und Beteiligung in entwicklungsbedürftigen Stadtteile möglich gemacht Die Bundesregierung hat sich über den Protest der Kommunen und Städte, der Verbände und der Anträge der SPD hinweg gesetzt und das Programm Soziale Stadt auf 25 % zusammengestrichen. In Zukunft wird nur noch in Beton investiert, Beteiligung und Gemeinwesenarbeit bleiben auf der Strecke.
  • Die Bundesregierung verweigert Vereinfachungen und Verbesserungen im Zuwendungsrecht. Das Engagement in Vereinen und Initiativen darf nicht durch bürokratische Vorschriften drangsaliert werden. Wir setzen auf eine Reform, die Bürokratie abbaut und erwarten, dass die Bundesregierung ihre Zusage einhält und den Engagierten vor Ort hilft, unnötigen Ballast abzuwerfen.
  • Durch die geplanten Änderungen im SGB II Gesetz sollen Arbeitslose zukünftig für ihr bürgerschaftliches Engagement abgestraft werden. Wer für sein Engagement eine Aufwandsentschädigung erhält soll diese nach Vorstellung der Bundesregierung eins zu eins von seinem Arbeitslosengeld abgezogen bekommen.
Bürgerschaftliches Engagement darf nicht als Ausfallbürge missbraucht werden und Engagement gibt es auch nicht zum Null-Tarif. Die SPD steht für eine Politik, die das Engagement möglich macht, unterstützt und wertschätzt. Denn nur auf diesem Weg gelangen wir zu einer solidarischen Bürgergesellschaft.
Für weitere Informationen: www.spdfraktion.de/buergerschaftlichesengagement
 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.