SPD diskutiert Neuaufstellung

Veröffentlicht am 27.10.2009 in Bundespolitik

Bei der letzten Sitzung des SPD-Parteirates im Willy-Brandt-Haus in Berlin fand eine breite Debatte über die zukünftige Aufstellung der SPD statt. Der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende von Dingolfing-Landau, Dr. Bernd Vilsmeier, nahm an der Sitzung des SPD-Parteirates als Vertreter für den SPD-Bezirksverband Niederbayern teil. Hauptpunkt der Diskussion waren die schwere Wahlschlappe am 27. September und Vorbereitung des SPD-Bundesparteitages Mitte November in Dresden, bei dem der SPD-Bundesvorstand neu gewählt wird.

Die SPD muss sich ihrem Anspruch als linke Volkspartei stellen und über die personelle und inhaltliche Neuaufstellung offen diskutieren, fordert Dr. Vilsmeier, damit sie wieder als die „Allgemeinwohlpartei“, die sich für eine sozial gerechte und solidarische Gesellschaft seit fast 150 Jahren einsetzt, glaubwürdig wahrgenommen wird. Dazu gehört eine offene innerparteiliche politische Diskussion, die aber auch zu Ergebnissen und Beschlüssen führen muss, die dann von der gesamten Partei getragen werden müssen.
Die Analyse der Regierungsarbeit der vergangenen elf Jahre gehört da ebenso dazu, so Dr. Vilsmeier, wie die Debatte über neue und erweiterte Formen der Mitgliederbeteiligung, damit ein breiter Konsens hergestellt werden kann und alle Genossinnen und Genossen politisch sprachfähig sind. Denn nur so kann die SPD ihre Politik weit in die Gesellschaft tragen. Dazu gehört auch ein breiter Meinungsaustausch mit den gesellschaftlichen Gruppen, wie Gewerkschaften.
Zur Umsetzung muss auch die organisatorische Struktur der SPD auf den Prüfstand. Den Auftakt dazu wird eine Parteikonferenz Anfang nächsten Jahres bilden. Dann sollen die SPD-Ortsvereine und Unterbezirke ihre Vorstellungen dazu einbringen können. Ein neues strukturelles Konzept soll dann beim nächsten ordentlichen SPD-Parteitag im Jahre 2011 verabschiedet werden.

Foto: Diskutierten über den Kurs der SPD: Der bayerische SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold, die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Andrea Nahles MdB und der Vertreter der SPD-Niederbayern im SPD-Parteirat, Dr. Bernd Vilsmeier (v. li.).

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.