SPD als neue attraktive Partei in der Gemeinde

Veröffentlicht am 18.11.2008 in Lokalpolitik

Herbert Lohmeyer (Mitte) und die beiden SPD-Kreisvorsitzenden Ruth Müller und Gerhard Babl

Herbert Lohmeyer und Peter Österreich wollen Ortsverein gründen
Vilsheim ist für Herbert Lohmeyer, Bildungsbeauftragter im SPD-Kreisvorstand, ein Ort "ohne jede Möglichkeit, demokratisch zu wählen". Es habe ihn "tierisch genervt", dass es bei der Kommunalwahl lediglich eine Liste mit Kandidaten der CSU und "CSU-Nahen" gegeben hätte. Das soll sich seiner Ansicht nun ändern. Und zwar durch die Gründung eines SPD-Ortsvereins.

"Wir müssen auch in Vilsheim mehr Demokratie einkehren lassen. Wir brauchen Alternativen zu einer Liste", appelliert Herbert Lohmeyer an die Gemeindebürger. Alleine könne er nichts ausrichten, doch wenn sich noch einer und noch einer finde, dann könne man etwas bewegen. "Demokratie lebt vom Mitmachen." Diese Philosophie unterstützt auch der 16-jährige Peter Österreich, der erst kürzlich der Partei beigetreten ist. Er sei sehr enttäuscht gewesen, dass es in der Gemeinde keinen SPD-Ortsverein gebe, erzählt Lohmeyer. Dabei scharre das junge Parteimitglied schon mit den Füßen. "Das Problem ist, dass wir bisher noch nicht genug Leute für eine aktive Mitarbeit haben. Ein neuer Ortsverein benötigt für die Gründung mindestens fünf Mitglieder, um die Ämter eines Vorstands satzungsgemäß besetzen zu können", erklärt Lohmeyer weiter.

In den kommenden Monaten wollen Lohmeyer und Österreich mit der Unterstützung der Kreisvorsitzenden Ruth Müller Menschen in der Gemeinde, die der SPD zugetan sind, persönlich ansprechen. Lohmeyer hat sich bereits informiert. "Die Kommunal- und Landtagswahlen haben gezeigt, dass ein Potential da ist. Rund ein Sechstel, also etwa 125 Wähler, haben beide Male der SPD ihre Stimme gegeben." Darüber hinaus wolle er öffentlich machen, dass "sich in der Gemeinde etwas tut". Mit entsprechenden Veranstaltungen und Infoständen sollen die Gemeindebürger auf die Gründung des Ortsvereins aufmerksam gemacht werden und sich beteiligen. Jeder, der sich der Partei zugeneigt fühle, könne sich bei ihm unter Telefon 08706/949676 melden.

Herbert Lohmeyer ist sich darüber im Klaren, dass auch die SPD bei den zurückliegenden Wahlen in diesem Jahr in der Gunst der Wähler eingebüßt hat. Auch dies sei ein Grund für seine Bemühungen, die SPD in die Vilsgemeinde zu holen. "Jeder zusätzliche Ortsverein und jedes Mitglied kann helfen, die Wahlergebnisse zu verbessern."

Der 47-jährige Selbständige möchte jedoch auch in Vilsheim selbst etwas bewirken. Der Schulstandort müsse gesichert werden. Außerdem möchte er sich dafür einsetzen, dass Kindergartenplätze in Zukunft kostenlos angeboten werden können. Auch der öffentliche Personen-Nahverkehr gehöre auf den Weg gebracht. "Es müssen mehr Busverbindungen angeboten werden und vor allem zu attraktiveren Preisen. Einzelfahrscheine für vier Schulwochen wären für Kinder günstiger zu erwerben als eine Schülermonatskarte", weiß Lohmeyer aus eigenen Erfahrungen. Und nicht zuletzt müsse die Kommune für Senioren altengerecht gestaltet werden. "Wir müssen in der Gemeinde mehr Attraktivität schaffen, um mehr Zuzügler zu gewinnen. Dazu gehören eben Schulen, Kindergarten und seniorengerechtes Wohnen.", betont Lohmeyer. Er will in Vilsheim für die SPD eine attraktive Partei stellen, die Politik hautnah erlebbar mache, und die Veranstaltungen ausrichte, die den Menschen unter den Nägeln brennen. Bis zum Frühjahr einen Ortsverein zu stellen, sei seiner Meinung nach ein realistisches Ziel. "Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig", macht Lohmeyer deutlich.
Text: Maria Aicher

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.