Solidarische Bürgerversicherung muß kommen

Veröffentlicht am 06.02.2011 in Gesundheit

Armin Lang, Bundesvorsitzender der ASG mit MdB Werner Schieder und Dr. Armin Rüger, Bezirksvorsitzender der ASG beim Pressegespräch

ASG-Bundesvorsitzender fordert Fokussierung auf Prävention und Vorsorge

Ein zentrales Thema der Klausur des Oberpfälzer SPD-Bezirksvorstands in Wackersdorf war die sozialdemokratische Gesundheitspolitik. Als Referenten konnte Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler den SPD-Gesundheitspolitiker Armin Lang begrüßen. Armin Lang ist als Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen maßgebend an der Ausgestaltung des SPD Modells einer solidarischen Bürgerversicherung als Gegenentwurf zur schwarz-gelben Gesundheitsreform beteiligt.

Armin Lang betonte, dass „Handlungsbedarf im Gesundheitswesen mehr ist als die Reaktion auf den demographischen Wandel“. Es sei zwar erfreulich, dass immer mehr Menschen gesund alt werden, aber nach einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung werde die heranwachsende Generation schon nicht mehr den gesundheitlichen Standard ihrer Eltern erreichen. Dies sei eine Folge des Wandels in der sozialen Ausrichtung der Gesellschaft.

Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Gesundheitspolitik“, forderte Armin Lang, „Die Ausgaben für Gesundheitspolitik müssen als Zukunftsinvestition gesehen werden.“ Genauso wichtig sei eine Fokussierung der Gesundheitspolitik auf Prävention und Vorsorge.

Armin Lang wies darauf hin das Gesundheit und Pflege mit 5,7 Mio. Beschäftigten die größte Branche in Deutschland sind. „Gesundheit braucht gute Arbeitsbedingungen, gute Versorgung und mehr Solidarität“, so der Gesundheitsexperte und betonte „Gesundheit ist und bleibt öffentliche Aufgabe, es darf keinen Wettbewerb um Risiken geben“. Er warb für das sozialdemokratische Modell einer Bürgerversicherung und verdeutlichte, dass zur Finanzierung mehr Einkunftsarten in die Krankenversicherungsbeiträge einbezogen werden sollten, schließlich „sinke die Lohnquote und die Kapitaleinkunftsquote steigt“.

Lang machte zum Abschluss noch einmal deutlich dass die schwarz-gelbe Bundesregierung die Belastungen der Versicherten nach der Gesundheitsreform allein zu verantworten hat. „Jetzt plant schwarz-gelb eine private Zusatzpflegeversicherung die nur von Arbeitnehmern und Rentnern zu tragen ist“, so Lang. Die SPD wolle auch bei der Pflegeversicherung die Einhaltung der Parität.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.