SPD und DGB in der Oberpfalz betonen gemeinsame Zielsetzungen

Veröffentlicht am 06.02.2011 in Arbeit & Wirtschaft

DGB Regionsvorsitzender Helmut Fiedler (Mitte) mit MdL Franz Schindler, MdL Reinhold Strobl und Armin Lang, Bundesvorsitzender der ASG beim Pressegespräch (v.l.)

Regulieren allein reicht nicht aus

Ab 1. Mai 2011 steht der deutsche Arbeitsmarkt allen Arbeitnehmern aus dem EU-Ausland offen. Das Ende der Zugangsbeschränkungen kommt nicht überraschend und alle Beteiligten konnten sich ausreichend auf diesen Zeitpunkt vorbereiten. Aus diesem Grund wird die sogenannte „europäische Arbeitnehmerfreizügigkeit“ nach Ansicht des Oberpfälzer DGB-Regionsvorsitzenden Helmut Fiedler auch keine Nachteile für die Oberpfalz bringen. Auch der SPD-Bezirksvorsitzende Franz Schindler teilte bei der Klausur des SPD-Bezirksvorstands diese Einschätzung des Gewerkschafters. „Der Lohnunterschied zwischen Tschechien und der Oberpfalz ist nicht mehr so dramatisch wie allgemein angenommen“, so Helmut Fiedler. Für Tagespendler würde sich der Aufwand wegen der hohen Kosten nicht rechnen und auch die Migration nach Bayern wird sich in Grenzen halten.
„Es mag sein dass manche Firmen mit punktuellem Fachkräftemangel nach Osten schielen und ab dem 1.5. auf günstige Fachkräfte warten statt in Deutschland Tariflöhne zu zahlen“, so Fiedler, „Aber: Es wird keine adäquaten Fachkräfte geben.“

Ein größeres Problem sind für Helmut Fiedler die Gestaltungsfehler in der Arbeitnehmer-Entsenderegelung. „Firmen gehen ins Ausland, gründen eine Tochterfirma mit Billigarbeitskräften und entsenden diese nach Deutschland um dortige Konkurrenten kaputtzumachen“, so Fiedler. Europaabgeordneter Ismail Ertug bestätigte dass „die Europäische Ebene mit ihren konservativen Mehrheitsverhältnissen schlechte Vorarbeit geleistet hat“. Das Herkunftslandprinzip belastet die Arbeitnehmer durch Billigkonkurenz. Ertug unterstützt die Forderung des DGB nach gleichen sozialen Standards und Regeln für alle europäischen Arbeitnehmer.

Bei der Leiharbeit forderte Helmut Fiedler von der Politik eine veränderte Kulturbetrachtung. „Leiharbeit regulieren allein reicht nicht aus“, erklärte Fiedler und beklagte den Missbrauch des Instruments. „Leiharbeit zur Abdeckung von Produktionsspitzen über 7 Jahre ist ein Mittel zur Gewinnmaximierung“, so Fiedler. Hier müsse „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ gelten.

Für MdB Werner Schieder steht der gesamte Niedriglohnsektor zur Disposition: „Wir brauchen eine Wende in den Fundamentaldaten“, so Werner Schieder, „flächendeckende Mindestlöhne her, weg mit dem Niedriglohnsektor“.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.