"Solche Attacken auf die Pressefreiheit sind Zeichen autokratischer Politik!"

Veröffentlicht am 05.03.2016 in Presse

Am Freitagabend stürmte die Polizei die Redaktion der türkischen regierungskritischen Zeitung "Zaman" und die Regierung stellte sie unter treuhänderische Aufsicht.

"Solche Attacken auf die Pressefreiheit sind Kennzeichen autokratischer Politik", kommentiert Ismail Ertug, SPD-Abgeordneter im Europäischen Parlament. "Das darf die Europäische Union nicht tolerieren. Die Staats- und Regierungschefs müssen auf dem anstehende EU-Gipfel klar und deutlich diese Repressionen ansprechen. Es kann nicht sein, dass allein über die Flüchtlingsfrage verhandelt wird, während das Erdogan-Regime Teile der türkischen Verfassung außer Kraft setzt. Es ist bemerkenswert, wie passiv die Regierungen der EU-Staaten die negativen Entwicklungen in der Türkei bewerten."

Die jüngste Polizeiaktion reihe sich ein in die lange Liste von Angriffen auf Journalisten, freie Presse und unabhängige Medien in den letzten Monaten. Nachdem zwei Journalisten der kritischen Zeitung "Cumhuriyet" Can Dündar und Erdem Gül letzte Woche aus der Haft entlassen wurden, kündigte Präsident Erdogan bereits an, dieses Urteil des Verfassungsgerichts nicht akzeptieren zu wollen.

"Erdogan setzt seinen Weg hin zu einer autokratischen Alleinherrschaft unbeirrt fort. Er hat einen Eid auf die türkische Verfassung geschworen, bricht ihn aber ständig. Meinungsfreiheit, besonders aber die freie Presse sind Erdogan ein Dorn im Auge, da er mit Kritik nicht umgehen kann. Aber eine freie Presse- und Medienlandschaft ist in einer funktionierenden Demokratie unerlässlich - und Kritik muss man auch als Präsident aushalten können", ergänzt Ertug.

Zu den Auswirkungen der jüngsten Ereignisse auf die Beziehungen der Türkei zur EU sagt Ismail Ertug: "Die Türkei beschreitet gerade einen Weg weg von Europa. Ohne Meinungs- und Pressefreiheit ist für sie in der EU kein Platz. Für Europa ist die Türkei ein wichtiger Partner in der Region. Dennoch darf man den Herrschenden in Ankara nicht alles durchgehen lassen, nur weil sie in der Flüchtlingspolitik nützlich sein können." 

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.