Schwarz-Gelb lehnt die Beteiligung der Finanzwirtschaft an den Lasten der Krise ab

Veröffentlicht am 30.01.2010 in Steuern & Finanzen

MdB Werner Schieder: Wiedereinführung der nationalen Börsenumsatzsteuer erforderlich

Berlin. Der Deutsche Bundestag beriet zwei Anträge der SPD-Bundestagsfraktion zur gerechten Verteilung der Lasten der Finanzkrise. Konkret geht es um die SPD-Forderungen nach einer Finanztransaktionssteuer und um Maßnahmen zur Vermeidung einer erneuten Finanzkrise. „Auch die heutige Debatte zeigt, dass Schwarz-Gelb nicht gewillt ist, die Verursacher der Krise im Finanzsektor in die Verantwortung zu ziehen. Dabei hat der Staat mit zig Milliarden Euro den Finanz- und Bankensektor gerettet. An der gegenwärtigen Untätigkeit sieht man, für wen Union und FDP Politik machen!“, so der Weidener Bundestagsabgeordnete Werner Schieder.

„Wenn eine Einigung auf internationaler oder europäischer Ebene nicht erfolgt, fordern wir von der Bundesregierung die (Wieder-)Einführung der nationalen Börsenumsatzsteuer. Ich bin überzeugt, dass von diesem Schritt eine große Signalwirkung ausgehen würde. Die Menschen können nicht verstehen, warum auf sie –wie der Bundesfinanzminister W. Schäuble sagt- schwere Zeiten zukommen, die Finanzwirtschaft aber keinen Beitrag zur Sanierung der öffentlichen Haushalte leisten soll.“, erklärt MdB Werner Schieder. „Es ist ein Gebot der Gerechtigkeit, den Finanzsektor an den Krisenlasten zu beteiligen. Dies sind wir den normalen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, den vielen Menschen, die ihre Arbeitsplätze verloren haben und den Firmen, die in der Krise stecken, schuldig!“, meint W. Schieder.

„Inzwischen greift selbst der US-Präsident B. Obama mit seinen Plänen zur Bankenregulierung bei den „Spekulationsbanken“ durch. Aber die deutsche Bundesregierung ist offenbar der Bankenlobby stärker verpflichtet als der eigenen Bevölkerung“, kritisiert MdB Werner Schieder. „Die Finanzmärkte müssen ihre ursprünglich dienende Funktion für das Gemeinwohl wieder erfüllen“.

Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist eine von mehreren Maßnahmen, die die SPD in ihren Anträgen vorschlägt. Konkret geht es z.B. um die Begrenzung der steuerlichen Abzugsfähigkeit überhöhter Bonuszahlungen als Betriebsausgaben, Stärkung der Finanzmarktaufsicht, Eindämmen von riskanten Spekulationsgeschäften und die Bekämpfung von Steueroasen etc.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.