Schienenlärm wirkungsvoll bekämpfen

Veröffentlicht am 07.02.2013 in Verkehr

Lärmschutzmaßnahmen an der Bahnstrecke Regensburg- Hof werden von CSU/CDU und FDP verhindert

"Da weiß die Linke nicht was die Rechte tut oder besser, da wissen die CSU-Kommunalpolitiker nicht, was die CSU-Bundestagsabgeordneten in Berlin beschließen.“ Mit diesen Worten reagiert die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder auf Forderungen von CSU-Kommunalpolitikern entlang der Bahnstrecke Hof-Regensburg - zuletzt im Marktrat von Wernberg-Köblitz -, dass die Bahn nun in Sachen Lärmschutz mehr gefordert sei, da ja der ‚Lärmbonus‘ wegfalle. „Daraus wird aber so schnell nichts, denn Bundesregierung und Koalition – also auch die CSU - schieben die Abschaffung des Schienenbonus auf die lange Bank“, erklärt Marianne Schieder.

„Die Bekämpfung des Schienenlärms wurde und wird von der Bundesregierung und der schwarz-gelben Koalition stiefmütterlich behandelt. Neue oder gar wegweisende eigene Initiativen zum Schutz der Bevölkerung vor Verkehrslärm wurden in dieser Legislaturperiode nicht entwickelt. Drei Jahre hat es gebraucht, bis ein Gesetz zur Abschaffung des sogenannten Schienenbonus vorgelegt wurde. Der Schienenbonus erlaubt der Bahn, fünf Dezibel lauter zu sein als andere Verkehrsträger. Dieser Bonus ist wissenschaftlich nicht mehr haltbar und es herrscht Einigkeit darüber, dass er abgeschafft gehört.

Keine Einigkeit besteht jedoch über den Zeitpunkt. Der von der Bundesregierung vorgelegte und von der Koalition beschlossene Gesetzentwurf sieht vor, den Schienenbonus mit Inkrafttreten des Bundesschienenwegeausbaugesetzes abzuschaffen. Der Stichtag ist unbestimmt und kann unter Umständen auch erst 2017 eintreten. Zudem sollen laufende Planfeststellungsverfahren ausgeschlossen werden, so dass selbst 2020 noch Baumaßnahmen begonnen werden, die bei ihrer Inbetriebnahme bereits Lärmsanierungsfälle wären.

Am letzten Freitag hat der Bundesrat das Gesetz, das einen Beitrag zur Verringerung des Bahnlärms leisten soll, in den Vermittlungsausschuss verwiesen. Das ist außerordentlich zu begrüßen, um die Verhandlungen im Sinne der Anwohner für einen wirksameren Lärmschutz zu einem früheren Zeitpunkt neu aufzunehmen. Damit liegen die Länder auf der Linie der SPD-Bundestagsfraktion, die im parlamentarischen Verfahren einen Änderungsantrag eingebracht hat, um die Abschaffung für neue Bauprojekte auf den 1. Januar 2015 vorzuziehen und flankierende Maßnahmen zu ergreifen. Insbesondere der Lärmschutz an der Quelle, die umgehende Einrichtung eines wirksamen lärmabhängigen Trassenpreissystems und die beschleunigte Markteinführung innovativer Maßnahmen am Gleis sind umgehend anzugehen. Die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag hat diesen Antrag abgelehnt“, so MdB Marianne Schieder.

Die Abgeordnete unterstreicht noch einmal in aller Deutlichkeit, dass die Elektrifizierung der Strecke Hof-Regensburg und die entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen schon lange hätten auf den Weg gebracht werden könne, wenn denn Bundesverkehrsminister Raumsauer dies gewollte hätte. Aber er sei halt im Ankündigen ein Meister und in der Umsetzung ein Lehrling.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.