Die EU-Kommission will Dienstleistungskonzessionen dem Vergaberecht unterwerfen. Wenn das EU-Parlament der Liberalisierung nichts entgegensetzt, würde dies einer Privatisierung der Wasserversorgung gleichkommen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl befürchtet, dass hier der Markt für Großkonzerne geöffnet werden soll. Er empfiehlt deshalb allen Bürgerinnen und Bürgern, die Europäische Bürgerinitative „Wasser ist ein Menschenrecht“ auf www.right2water.eu zu unterzeichnen.
Sie fordert u. a., dass die Versorgung mit Trinkwasser und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen nicht den Binnenmarktregeln unterworfen werden darf und die Wasserwirtschaft von der Liberalisierungsagenda auszuschließen ist. Wenn eine Million Stimmen aus ganz Europa zusammenkommen, so Strobl, ist die Europäische Kommission verpflichtet, dieses Thema neu auf die Tagesordnung zu setzen. Sie kann dann die Bedenken unzähliger EU-Bürger nicht einfach vom Tisch wischen. Inzwischen haben sich schon viele Bürgerinnen und Bürger aus ganz Europa dieser Bürgerinitiative angeschlossen.