Positive Signale, aber auch bittere Pillen für die Oberpfalz. Möglichkeit der Öffentlichkeitsbeteiligung unbedingt nutze

Veröffentlicht am 17.03.2016 in Presse

Heute, 16.03.2015, hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, MdB den Entwurf zum neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) vorgelegt. Hierzu erklärt die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder:

„Der BVWP ist die Planungsgrundlage für die Verkehrswege des Bundes und betrifft die kommenden 15 Jahre. Er ist daher gerade aus Sicht unserer ländlichen Region von enormer Bedeutung. Ich freue mich sehr, dass die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg nun als „vordringlicher Bedarf, Engpassbeseitigung“ eingestuft wurde. Für diese Maßnahme habe ich mich intensiv und mit Nachdruck seit Jahren eingesetzt. Nun müssen wir alles daran setzen, die Voraussetzungen zu schaffen, damit die Bahn bald möglichst mit Planung und Bau der Maßnahme beginnen kann.“

Sie begrüße ebenso die Aufnahme weiterer regionaler Projekte in den vordringlichen Bedarf:

  • B 20 Cham-Süd (B 22) bis Chameregg (B 85) Erweiterung auf vier Fahrstreifen
  • Sechsspuriger Ausbau der A 3 Kreuz Regensburg bis Rosenhof
  • B 16 Gallingkofen bis Haslbach Erweiterung auf 4 Fahrstreifen
  • Bahnstrecke Regensburg bis Obertraubling Erweiterung um ein 3. Gleis (Vordringlicher Bedarf, Engpassbeseitigung)

„Wir brauchen ein solides und effizientes Straßen- und Schienennetz. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist die Basis für die wirtschaftliche Entwicklung. Davon profitieren unsere Unternehmen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger. Mit dem neuen Bundeverkehrswegeplan bestehen für die oben genannten Projekte gute Chancen auf eine Verwirklichung“, betont MdB Marianne Schieder. „Ich werde mich mit aller Kraft für eine Realisierung einsetzen.“ 

Enttäuscht zeigte sich die Abgeordnete, dass folgende Oberpfälzer Verkehrsprojekte nur als weiterer Bedarf eingestuft wurden und damit eine Realisierung in absehbarer Zeit ungewiss ist.

  • B 85 Altenkreith bis Wetterfeld 2- bis 4-streifiger Neubau (WB mit Planungsrecht)
  • B 85 Amberg-Ost (A 6) bis Schwandorf Nord (A 93) Erweiterung auf 4 Fahrstreifen (WB mit Planungsrecht)
  • B 20 Straubing bis Cham (B 85) Erweiterung auf 4 Fahrstreifen
  • B 20 Rißmannsdorf bis Traitsching 2-bis 3-streifiger Neubau
  • B 85 Schwandorf (A 93) bis Altenkreith (B 16) 4-streifiger Neubau bzw. Erweiterung auf 4 Fahrstreifen

„Sowohl der Ausbau der B 85 als auch der B 20 sei besonders für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Cham von größter Bedeutung. Hier hätte ich mir von Seiten des Verkehrsministeriums mehr erwartet“, meint Marianne Schieder.

Als Projekt des potenziellen Bedarfs, das in den vordringlichen bzw. weiteren Bedarf aufsteigen kann, wurden der Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg/München – Schwandorf – Furth im Wald – Grenze eingestuft.

„Hier bleibt abzuwarten, inwieweit die weitere Prüfung die Realisierung ermöglicht. Ich werde zäh daran bleiben, auch dieses Vorhaben auf den Weg zu bringen“, zumal die Wirtschaftlichkeit durch entsprechende Gutachten sehr positiv bewertet wird“, kommentiert die Abgeordnete.

Der Gesamtplanentwurf mit allen Einzelprojekten werde online veröffentlicht. „Wichtig für die Bürgerinnen und Bürger ist der Zeitraum nach der Vorstellung des Entwurfs, denn ab nächsten Montag, 21.03., beginnt die sechswöchige Beteiligung der Öffentlichkeit. Zum ersten Mal besteht dann die Möglichkeit, sich schriftlich an das Verkehrsministerium zu wenden und sachdienliche Hinweise für einzelne Projekte zu geben. Parallel dazu beginnen wir auch im Parlament die Diskussion über unsere Verkehrsinfrastruktur der nächsten 15 Jahre“, so MdB Marianne Schieder. „Ich rufe alle Interessierten auf, diese Möglichkeit der Beteiligung wahrzunehmen.“

Um den Entwurf, die darin enthaltenen regionalen Verkehrsprojekte und den Ablauf des Beteiligungsverfahrens zu präsentieren und zu bewerten, findet auf Initiative von MdB Marianne Schieder und MdB Uli Grötsch am 22.03.2015 ein Pressegespräch mit MdB Rita Hagl-Kehl, verkehrspolitische Sprecherin der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion statt.

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.