Ortsverein bekommt mehr Schwung

Veröffentlicht am 18.03.2009 in Lokalpolitik

Ruth Müller und Harald Unfried (2. und 3. von links) beglückwünschen den neuen Vorstand mit Martin Hujber (4. von links)

Martin Hujber einstimmig zum neuen SPD-Ortsvorsitzender gewählt

Ohu/Ahrain. Der SPD-Ortsverein hielt kürzlich seine ordentliche Hauptversammlung mit Neuwahl der Vorstandschaft und der Delegierten ab. Als erster Vorsitzender wurde einstimmig Martin Hujber bestätigt, der den Ortsverein bereits kommissarisch führte.

Zu Beginn der Hauptversammlung, ließ Martin Hujber die wichtigsten Ereignisse der vergangenen zwei Jahre Revue passieren. Im Mittelpunkt stand die Kommunalwahl 2008, die zusammen mit dem Ortsverein Essenbach bestritten wurde. Das Engagement wurde von den Bürgern belohnt, denn immerhin säßen wieder zwei Ahrainer SPD-Gemeinderäte – Eva Heim und Johann Heim – im Marktgemeinderat Essenbach. Der erste politische Kirta des Kreisverbands Landshut in der Eskara wurde 2007 vom damaligen Kreisvorsitzenden Kevin Ragner ins Leben gerufen. Populäre Gastredner, zuletzt Franz Maget und Rita Röhrl, sowie ein attraktives Ambiente ließen diese Veranstaltung schnell zu einem festen Event im alljährlichen Terminkalender des Kreisverbands avancieren. So steht bereits der nächste Termin in der Eskara mit Gastredner MdL Dr. Thomas Beyer am Sonntag, 18.Oktober, fest.
Als Zukunftsziele für den Ortsverein gelte es, die Attraktivität des Ortsvereins nach innen und außen zu steigern, durch Förderung des politischen Dialogs sowie durch eine zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit, so Hujber weiter. Erste Schritte seien bereits gemacht, mit einer eigenen Homepage, laufenden Berichten in der Presse, zeitnahen Informationen im öffentlichen Schaukasten sowie der vorgestellten Jahresplanung 2009. Ebenso sei eine stärkere Präsenz und Einflussnahme auf Kreisebene unabdingbar, um dem östlichen Landkreis mehr politisches Gewicht zu geben.

Bei den Neuwahlen wurden neben dem Vorsitzenden Martin Hujber folgende Personen einstimmig gewählt: Kurt Schiewietz und Johann Heim (stellvertretende Vorsitzende), Martina Hesse-Hujber (Kassiererin und Pressebeauftragte), Kurt Schiewietz (Schriftführer) sowie Franziska Segl (Juso-Beauftragte).

Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Ruth Müller, beglückwünschte in ihrem Grußwort die neue Vorstandschaft. In Übereinstimmung mit dem Vorsitzenden, betonte auch sie, dass die SPD-Ortsvereine der Marktgemeinde Essenbach im Kreisverband stärker als bisher vertreten sein sollten. Um die innerparteiliche Jugendarbeit wieder zu aktivieren, solle der Juso-Verband im Kreis wieder eingerichtet werden. Erwartungsgemäß ging Ruth Müller auch auf die Entscheidung des Kreistags zum Gymnasiumneubau ein und erläuterte das Abstimmverhalten der eigenen Fraktionsmitglieder. Zur aktuellen Bürgerinitiative pro Gymnasium informierte sie, dass es dazu im Kreisverband keinen Beschluss Pro oder Contra Beteiligung gäbe. Vielmehr wolle man diese Entscheidung den einzelnen Ortsvereinen überlassen.

Der SPD-Bundestagskandidat, Harald Unfried, sprach sich in seinen Ausführungen eindeutig für ein weiteres Gymnasium im Landkreis aus, da dies ein Stein im Mosaik für eine Bildungspolitik mit gerechteren Bildungschancen sei. Er ging auch auf die aktuelle Wirtschaftslage ein und appellierte daran, dass die Verursacher die Rechnung zahlen müssten und nicht der kleine Mann. Die Wiedereinführung der Börsenumsatzsteuer sowie die Erhöhung des Spitzensteuersatzes, bei gleichzeitiger Absenkung des Eingangssteuersatzes, seien für ihn ein Schritt in die richtige Richtung. Wer in der aktuellen Situation groß angelegte Steuersenkungen verspräche, erkenne entweder nicht die Zeichen der Zeit oder sei sich nicht bewusst, wie ernst die Lage momentan sei, so Unfried.
In seinem Schlusswort bedankte sich der frisch gewählte Vorsitzende Martin Hujber für das ausgesprochene Vertrauen und die ihm zugesagte Unterstützung, die er unter anderem schon zur Organisation für das bevorstehende 30. Gartenfest des Ortsvereins, das dieses Jahr in größerem Rahmen begangen werden soll, benötigen werde.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.