Netzwerkreport Nr. 84

Veröffentlicht am 20.10.2009 in Kreistagsfraktion

Fahrradmitnahme im Zug

Kreisausschuss-Sitzung vom 19.10.2009:
Fahrradmitnahme - Ganztagsbetreuung - Standort Gymnasium

Kostenlose Fahrradmitnahme in der Südostbayernbahn
Wer sich die Netzwerk-Reports aufgehoben oder ein excellentes Gedächtnis hat, wird es wissen: In der ersten Ausgabe im Jahr 2002 berichtete die SPD-Kreistagsfraktion, dass sie nun endlich die kostenlose Fahrradbeförderung auf der Strecke Landshut - Mühldorf durchgesetzt hat. Pro Jahr wurden auf diese Weise knapp 5.000 Fahrräder befördert, darunter viele von Radtouristen. Nun kam das Thema wieder auf den Tisch und zwar deshalb, weil die Bahn den Vertrag zum Ende dieses Jahres gekündigt hat. In aller Bescheidenheit verlangt sie mehr Geld. Und zwar eine Erhöhung um satte 57 Prozent auf 7.093,33 Euro pro anno.Die Landkreise Mühldorf, Altötting, Rottal-Inn und Traunstein haben dieses Angebot bereits angenommen.

Es bedurfte schon des heftigen Einsatzes von Ruth Müller und des Hinweises, dass wir den Landkreis Landshut ja eigentlich als Touristikregion ausbauen wollen. Mit 16 Ja- und einer Neinstimme (Hans Keil) wurde schließlich beschlossen, die kostenlose Fahrradmitnahme befristet weiterzuführen. Über den Bayerischen Landkreistag soll versucht werden, eine einheitliche Regelung für ganz Bayern zu erzielen. Nachdem der größte Bahnhof der Strecke in der Stadt Landshut liegt, soll versucht werden, auch diese ins Boot zu holen.

Weil der Bahn offensichtlich nichts zu blöd ist, verlangte sie auch noch 1.000 Euro vom Landkreis für die Zählung der Drahtesel. Das wurde aber dann doch mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Ganztagsbetreuung am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Bonbruck
Im Juni 2009 wurde bei der Regierung die Einrichtung einer offenen Ganztagsschule für zwei Gruppen (incl. Aufnahme der Grundschüler) gestellt. Die Regierung hat nun EINE Gruppe genehmigt, die zweite Gruppe abgelehnt. Angemeldet sind 29 Kinder – 15 Schüler können nun lediglich betreut werden. Der Landkreis könnte für die 14 anderen Kinder (Grundschüler) eine verlängerte Mittagsbetreuung anbieten. Hier ist wieder das alte Dilemma zutage getreten: Für die Hauptschüler gibt es eine andere Förderung als für die Grundschüler. Die können nur „länger über Mittag“ bleiben – und es fallen Elternbeiträge an (im Gegensatz zu den Hauptschülern).

Ruth Müller und Fritz Wittmann haben dann diese ständigen Versuche, der Bayerischen Staatsregierung, die Kosten irgendwie an irgendwen abzuwälzen, scharf kritisiert. Es werden hier ständig neue Konstrukte erfunden (offene Ganztagsschule, gebundene Ganztagsschule, Mittagsbetreuung, verlängerte Mittagsbetreuung) – sodass sich kein Mensch mehr auskennt und die Eltern schon gleich gar nicht mehr. (abgesehen davon haben die Kinder, die eine verlängerte Mittagsbetreuung besuchen, auch gar keinen Anspruch auf Beförderung mit dem Schulbus). Wir haben nun heute beschlossen, dass der Landkreis „vorrangig eine offene Ganztagsschule“ anbieten soll. Hier muss halt mit der Regierung auch noch einmal gesprochen werden. Eine verlängerte Mittagsbetreuung führen wir nicht auch noch ein! Die Bayerische Staatsregierung tönt immer mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung und lässt dann die Kommunen im Regen stehen.

Neues Gymnasium im Landkreis
Seit einigen Tagen liegt nun die Zusage des Kultusministeriums in Sachen Neubau vor. Es steht allerdings auch drin, dass das die Schule in der Nähe der Stadt Landshut gebaut werden soll. Der Landrat möchte nun vom KM wissen, ob es einen bevorzugten Standort gibt, oder ob der Landkreis frei in seiner Entscheidung ist. Es soll nicht passieren, dass der Kreistag einen Standort bestimmt, der dann in München keine Gnade findet.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.