Schmerzliches Ergebnis für die SPD - NiederbayernSPD analysiert Wahlergebnis

Veröffentlicht am 19.10.2009 in Bundespolitik

Der Vorstand SPD-Niederbayern mit der SPD-Bezirksvorsitzenden Johanna Werner-Muggendorfer MdL und dem bayerischen SPD-Landesvorsitzenden Florian Pronold MdB traf sich am gestrigen Samstag in Plattling. Breiten Raum nahm dabei die Analyse der Bundestagswahl vom 27. September ein.
„Das Ergebnis ist wirklich für unsere SPD absolut schmerzlich“, so die SPD-Bezirksvorsitzende Werner-Muggendorfer, „und besonders bedenklich ist, dass die FDP in Niederbayern mit der SPD gleichauf liegt.“ „Kein wirklicher Trost ist dabei, dass die CSU in Niederbayern erdrutschartige Verluste im zweistelligen Bereich erlitten hat, was die Quittung für die unglaubwürdigen und vollmundigen Versprechungen der neuen Führung der CSU ist“, so SPD-Landesvorsitzender Pronold.

„Das Ergebnis vom 27. September war sehr bitter für mich und uns“, so Jella Teuchner aus Passau, nun MdB a. D., „denn unsere ehrenamtlichen Mitglieder in der SPD haben mit großen zeitlichen und materiellen Einsatz für soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft für unser Land gekämpft.“ "Wir sind jetzt zwar wenige Mandatsträger, aber wir haben aber viele hervorragende und engagierte Mitglieder und Kandidaten", so Pronold. Der Landesverband hat sich schon personell neu aufgestellt; die SPD-Landtagsfraktion plant auch schon für die Zukunft mit Markus Rinderspacher.
„Die SPD muss im neuen Bundestag eine aktive und konstruktive kritische Opposition bilden und sehr darauf achten, dass die Errungenschaften für soziale Gerechtigkeit wie Arbeitnehmerrechte, Kündigungsschutz, Tarifautonomie nicht ausgehöhlt werden, wie es Schwarz-gelb schon lange will“, betonte der Landshuter Unterbezirksvorsitzenden Harald Unfried. „Mit den sozialen Grausamkeiten wird Union und FDP wohl aber noch die Landtagswahlen im Mai 2010 in Nordrhein-Westfalen abwarten.“
„Die SPD kann und wird aus dieser Krise sicher wieder gestärkt hervorgehen, wenn sie sich auf die Stärke, die in ihr liegt, besinnt und sich personell und inhaltlich sich wieder so aufstellt, dass die SPD die Sorgen, Nöte und Zukunftswünsche der Menschen in Niederbayern und Deutschland sich zu eigen macht und so die einzig glaubwürdige Alternative für soziale Gerechtigkeit ist“, forderte die Deggendorfer Unterbezirksvorsitzende Rita Hagl. „In ihrer fast 150-jährigen Geschichte hat die SPD schon viele Tiefs erlebt und erfolgreich überwunden, gemäß dem Zitat von Willy Brandt: Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“

Foto: Diskutierten das Ergebnis der Bundestagwahl mit dem SPD-Bezirksvorstand: Jella Teuchner MdB aus Passau, Rita Hagl vom Unterbezirk Deggendorf, SPD-Bezirksvorsitzenden Johanna Werner-Muggendorfer MdL, der SPD-Landesvorsitzenden Florian Pronold MdB und der Landshuter SPD-Unterbezirksvorsitzenden Harald Unfried.

 

Homepage SPD Bezirk Niederbayern

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.