Netzwerkreport Nr. 119

Veröffentlicht am 24.10.2011 in Kreistagsfraktion

Nur eine knappe Stunde dauerte der öffentliche Teil der Kreisausschuss-Sitzung vom 11. Oktober 2011. Wer nun meint, die Kreisräte bekämen ihr Sitzungsgeld so einfach, täuscht sich – der nichtöffentliche Teil dauerte dann anschließend noch ca. zweieinhalb Stunden.

  • Entschädigung der Feldgeschworenen
Die Feldgeschworenen, die bei den Vermessungen in den Gemeinden wichtige Hilfestellungen leisten, erhalten künftig mehr Geld. Seit 2002 wurden die Gebühren nicht mehr verändert, ab 01. Dezember wird der Stundensatz nun auf 12,50 Euro erhöht.
  • Zuschüsse für Nebenkirchen
Im Rahmen der Richtlinien für die Bezuschussung von Nebenkirchen erhalten die „Allram-Kapelle“ in Unterneuhausen 22.182 Euro, die Kirchen St. Lorenz und Ulrich in Reichersdorf max. 19.000 Euro sowie St. Petrus und Paulus in Winklsaß max. 29.992 Euro an Zuschüssen.
  • Kostenaufteilung bei der Kreis- und Stadtbibliothek Vilsbiburg
Unverändert verlängert wurde die Regelung, dass sich der Landkreis Landshut mit 50% der Betriebs- und Beschaffungskosten an der Kreis- und Stadtbibliothek in Vilsbiburg beteiligt. Die Auflistung der Ausleihen lag vor und die SPD-Fraktionsvorsitzende Ruth Müller regte an, in den Schulen Vilsbiburgs für die Benutzung der Bücherei zu werben. Über doppelt so viele Gymnasiasten (691) wie Realschüler (322) nutzen das Angebot, wobei die Schülerzahlen am Gymnasium (850) und Realschule (ca. 1.200) genau andersherum verhalten.
  • Zusammenarbeit zwischen Stadtrat und Kreistag
Die SPD-Stadtratsfraktion hat beantragt, dass ein gemeinsamer Ausschuss „Stadtrat und Kreistag Landshut“ gegründet werden soll. Kommunalrechtlich wäre ein solcher Ausschuss nicht beschlussfähig und einige Kreisräte plädierten angesichts der Erfahrungen der letzten Jahre dafür, hier nichts zu unternehmen. Für die SPD im Landkreis Landshut haben Franz Göbl und Ruth Müller betont, dass wohl manches Mal die politische Sichtweise von Kreis- oder Stadträten unterschiedlich sei, aber durchaus auch manches Mal die Information auf beiden Seiten fehle. Eine Zusammenarbeit über die kommunalen Grenzen hinweg könne nur von Vorteil sein, wenn dadurch Entscheidungswege verkürzt werden und gegensätzliche Positionen nicht über Leserbriefe oder Presseberichte ausgetragen werden. „Eine ausgestreckte Hand zur Versöhnung soll man nicht ausschlagen“, zitierte Ruth Müller den verstorbenen Landrat Ludwig Meier und appellierte an den Kreisausschuss, hier eine Regelung zu finden. Beschlossen wurde, dass künftig bei Bedarf und aktuellen Themen die Gremien der beschließenden Fachausschüsse gemeinsam tagen sollen.
 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.