Mindestlohn für die Leiharbeit

Veröffentlicht am 06.09.2010 in Arbeit & Wirtschaft

Missbrauch bei der Arbeitnehmerüberlassung eindämmen

"Wer die Missstände bei der Leiharbeit ernsthaft beseitigen will, muss in jedem Fall Mindestlöhne festschreiben", fordert MdB Marianne Schieder. Prinzipiell begrüßt sie den Vorstoß von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, den Missbrauch von Leiharbeit zu ahnden. Strafzahlungen bei Verstößen werden aber bei weitem nicht ausreichen. Ganz wichtig sei vor allem, dass Arbeitnehmerüberlassung nicht länger genutzt werde, um die fest angestellte Belegschaft in einem Betrieb zu reduzieren oder die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.

Gerade mit Blick auf die Öffnung des Arbeitsmarktes nach Osteuropa ab Mai 2011, brauche es ganz dringend einen gesetzlichen Mindestlohn. Sonst sei nicht auszuschließen, dass etwa polnische Leiharbeiter befristet zu polnischen Tariflöhnen hier in Deutschland eingesetzt werden und für ein zusätzliches Lohndumping sorgen. Daneben muss der gesetzlich verbindliche Grundsatz des Equal Pay, des gleichen Lohns für gleiche Arbeit konsequent umgesetzt werden. "Solange dieser Schritt nicht erfolgt, kann, wenn auch mit gewissen Einschränkungen, die Leiharbeit weiterhin wesentlich billiger agieren als reguläre Beschäftigung ", erläutert die SPD-Bundestagsabgeordnete. Die Erfahrung der letzten Jahre habe zu Genüge gezeigt, dass Leiharbeit vielfach genutzt werde, um adäquate Arbeitnehmerentlohnung zu umgehen.

"Jetzt sei es notwendig, für gerechte Entlohnung zu sorgen", fordert MdB Marianne Schieder. Ein wichtiger Schritt dazu sei die Einführung eines Mindestlohns für die Leiharbeit, Dazu müsse ihre Aufnahme in das Arbeitnehmerentsendegesetz (AEntG) erfolgen. Die hierzu nötige Änderung des Paragrafen 4 AEntG, der die einbezogenen Branchen nennt, könne mit einfacher parlamentarischer Mehrheit erfolgen. "Wir Sozialdemokraten sind gerne bereit, zu dieser Mehrheit beizutragen. Schon in der letzten Regierung wäre eine Lösung möglich gewesen. Die Union hatte dies damals noch aus ideologischen Gründen abgelehnt", erklärt die Bundestagsabgeordnete.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.