Mechanismen erkennen und entlarven

Veröffentlicht am 12.06.2010 in AntiFa/Migration

Die Ehrengäste bei der Ausstellungseröffnung

Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern – Demokratie stärken“
an der Realschule

Die Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung „Rechtsradikalismus in Bayern – Demokratie stärken“ wird für eine Woche an der Realschule gezeigt.
Realschulrektor Reinhold Kerner bedankte sich bei der SPD-Kreisvorsitzenden Ruth Müller, die die Ausstellung ermöglicht hat. Er betonte: „Wenn der Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen wird, wenn das Prinzip der fundamentalen Freiheit und Gleichheit aller Menschen in Frage gestellt oder gar abgelehnt wird, dann sollte man nicht nur hellhörig werden, sondern unsere Jugend rechtzeitig aufklären und zu inhaltlichen Auseinandersetzung anregen“.

Weitere Grußworte sprachen der stellvertretende Landrat, Daniel Sporer, der erste Bürgermeister der Stadt Rottenburg, Alfred Holzner und Detlef Staude von der Friedrich-Ebert-Stiftung, gefolgt von Dr. Andreas Angersdorfer von der Universität Regensburg, der ausführlich über Aktuelles zum Thema „Rechtsextremismus“ referierte.
Die Schüler aller neunten Klassen sowie die Geschichtslehrer erfuhren dabei, dass diese Ausstellung bereits über 170 Mal in diversen Schulen gezeigt wurde und dass sie vor allem Jugendliche aufklären will. Dabei weist sie nicht nur auf die Gefahren des Rechtsradikalismus hin, sondern zeigt auch Möglichkeiten auf, wie dagegen vorgegangen werden kann. Gleich zu Beginn seines Referats erläuterte Dr. Angersdorfer den Aufbau und die Sturkturen von rechstradikalen Gruppierungen. Dabei enttarnte er auch unbekannte Symbole, welche die manipulative Vorgehensweise rechtsradikaler Einrichtungen darlegten. Die Verbreitung dieses Gedankenguts in Bayern durch lokale Internetauftritte, Autokennzeichen und rechtsradikales Liedgut wurde ausführlich erörtert.

Fatal stellte sich die Situation der so genannten „Jugendhilfeinstitute“ dar: hier werden die jungen Leute bei ihren alltäglichen Problemen betreut. Dazu zählen zum Beispiel kostenlose Nachhilfe, Vorbereitungsseminare für Bewerbungsgespräch und Hilfestellung bei der Lehrstellensuche, wobei die Vermittlung von rechtsradikalem Gedankengut im Vordergrund steht. Junge Menschen seien leider ein bevorzugtes Ziel der rechtsextremistischen Agitation und aus diesem Grund müsse es laut stellvertretendem Landrat Sporer eine Zielsetzung der Jugendbildung sein, seine Vergangenheit kennen zu lernen, denn: „Nur wer seine Vergangenheit kennt, kann seine Zukunft gestalten“.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.