„Spaenle muss Hausaufgaben machen“

Veröffentlicht am 12.06.2010 in Kreisvorstand

Landkreis-SPD sieht Kultusministerium bei Standortentscheidung in der Pflicht

„Der gymnasiale Notstand im Raum Landshut ist unübersehbar“, stellte die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Kerstin Schanzer in der letzten Vorstandsitzung fest und belegte dies mit Zahlen.

Das Hans-Leinberger-Gymnasium sei so überlastet, dass viele Schüler abgewiesen worden seien. Man habe ihnen als Ausweichmöglichkeit die nach Hans Carossa benannte Schule angeboten; doch deren Ausrichtung entspreche nicht ihren Neigungen und Berufswünschen. Auch in Dingolfing seien kaum nennenswerten Kapazitäten frei, sagte die Pädagogin, die selbst an diesem Gymnasium unterrichtet. Der einzige Ausweg bestehe darin, jetzt schnell eine definitive Entscheidung für eine Landkreis-Oberschule im Raum Landshut zu treffen und schon für den kommenden Herbst die ersten Vorläuferklassen vorzubereiten.

Nach Aussage von Kreisrat Peter Barteit habe sich die Rechtslage vor kurzem geklärt: Es sei unbestreitbar Aufgabe des Kultusministeriums, den Standort für ein neues Gymnasium festzulegen. Dazu habe München „das Benehmen“ mit dem Landkreis Landshut herzustellen. Diese Form der Mitwirkung bedeute lediglich, dass man zu einer bevorstehenden Entscheidung seine Meinung äußern dürfe. Eine abweichende Haltung des Landkreises müsse vom Ministerium lediglich zur Kenntnis genommen werden, könne eine Festlegung aber keinesfalls verhindern. So gesehen habe die Behörde von Ludwig Spaenle den Kreistag aufs Glatteis geführt, als man sich in München die Standortfrage der kommunalen Ebene zuspielte. Vor diesem Hintergrund betrachtet, sei die monströse Suche nach der geeigneten Positionierung der Schule in der Kreistagssitzung vor Weihnachten überflüssig, für das Anliegen nicht förderlich gewesen. Die SPD habe nun an den Landrat appelliert, in einem persönlichen Gespräch mit hochrangigen Vertretern des Kultusministeriums auf einen baldigen Beschluss zu drängen. „Der Landkreis darf sich in keine weitere Warteschleife schicken lassen“, stellte der Kreisrat fest.

Herbert Lohmeyer, der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung berichtete von der entsprechenden Sitzung im Maximilianeum, an der er selber teilgenommen habe. Auch das Parlament besitze keine Entscheidungsbefugnis über den Standort einer weiterführenden Schule und habe folgerichtig auch Essenbach nicht ausdrücklich abgelehnt. Vielmehr hätte sich der Ausschuss lediglich mit der Petition der Stadt Geiselhöring zu befassen gehabt und diese für erledigt erklärt. Wesentlich bedeutender als diese Randnotiz sei einzuschätzen, dass sich der Bildungsausschuss bei dieser Gelegenheit einhellig für ein neues Gymnasium im Landkreis Landshut ausgesprochen habe. Auf diese Stellungnahme müsse man aufbauen.

Christel Engelhard stellte fest, die Zeit der taktischen Spielchen sei nun vorbei. Minister Spaenle müsse dringend seine Hausaufgaben machen und für die bildungswilligen Schülerinnen und Schüler im Raum Landshut entscheiden. Das Ministerium solle froh darüber sein, im Landkreis Landshut einen zuverlässigen Partner zu haben, der den Bau eines neuen Gymnasiums auch finanziell stemmen könne. „Wer jetzt noch verzögert, verspielt die Zukunft unserer Kinder“, mahnte die stellvertretende Landrätin.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.