Vor allem in den Grenzregionen zu Tschechien sei die gefährliche Droge Crystal Meth weiter auf dem Vormarsch. Dies belege der am Donnerstag, 17.04.2014 in Berlin vorgestellte Bericht "Rauschgiftlage 2013" teilt MdB Marianne Schieder mit. „Die erneut gestiegene Zahl der Crystal-Konsumenten ist äußerst beunruhigend. Handel und Konsum sind vor allem im deutsch-tschechischen Grenzgebiet ein drängendes Problem. Dagegen muss auf allen Ebenen, in Politik und Gesellschaft, in Schulen, Jugendverbänden und Vereinen, verstärkt vorgegangen und die Prävention ausgebaut werden!“
Es sei begrüßenswert, dass im März die Drogenbeauftragten von Bundesregierung und tschechischer Regierung in Prag Lösungsansätze diskutierten. „Ich bin froh, dass nun auch die tschechische Regierung das Thema mit Nachdruck verfolgt. Denn der Großteil des für den deutschen Markt bestimmten Crystals stammt aus der Produktion illegaler Rauschgiftlabore der Tschechischen Republik. Der Kampf gegen das Drogenproblem muss gemeinsam angegangen werden, hier ist das Engagement auf deutscher und tschechischer Seite gefragt. Die meistgefährdete Gruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, ihnen muss das Hauptaugenmerk einer wirkungsvollen Prävention gelten.“
Darüber hinaus müssten europaweit Maßnahmen ergriffen werden, um die polizeiliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter zu verbessern, denn die Verbreitung kristalliner Metamphetamine betreffe nicht mehr allein die Grenzregion, sondern werde national wie international zu einem immer größeren Problem. MdB Marianne Schieder besorgt: „Es besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf hinsichtlich einer verstärkten Bekämpfung von Erzeugung und Verbreitung von Crystal sowie einer verbesserten Aufklärungsarbeit. Das sind wir der jungen Generation schuldig!“