Massenpetition der Bayern SPD gegen das Betreuungsgeld

Veröffentlicht am 25.04.2012 in Bundespolitik

MdL Reinhold Strobl: Betreuungsgeld trägt nicht zur Verbesserung der Lebenssituation von Familien bei

In der Debatte um die von der Bundesregierung geplante Einführung des Betreuungsgeldes ab 2013 ruft die Bayern SPD zu Unterzeichnung einer Massenpetition gegen das Betreuungsgeld auf. Statt einem Betreuungsgeld setzt sich die SPD für mehr Kinderbetreuungsplätze und den Ausbau der Kitas ein. MdL Reinhold Strobl:Wir stehen an der Seite der Familien und wollen die Rahmenbedingungen für sie so gestalten, dass sie eine echte Wahlfreiheit haben.“

Strobl ist sich sicher: „Die von der Bundesregierung geplante Einführung eines Betreuungsgeldes trägt nicht dazu bei, die Lebenssituation von Familien in Deutschland zu verbessern.“ Mit den 2 Mrd. Euro, die das Betreuungsgeld kosten wird, könnten 166.000 zusätzliche Kita-Plätze geschaffen werden. Wahlfreiheit hätten die Eltern nur, wenn sie bei Bedarf einen Betreuungsplatz für ihr Kind bekommen. Stattdessen sollen Eltern nach den Vorstellungen der CSU dafür bezahlt werden, dass sie ihre Kinder nicht in die Kita schicken.

Der Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl weiter: „Wir wollen niemandem ein Familienmodell vorschreiben. Wir sind für echte Wahlfreiheit und die besteht erst, wenn alle, die einen Ganztagskita-Platz für ihr Kind suchen, diesen auch finden, wenn auf dem Arbeitsmarkt eine echte Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern besteht und wenn endlich ein gesetzlicher und flächendeckender Mindestlohn eingeführt wird, der eine existenzsichernde Entlohnung garantiert. Wir wollen, dass Frauen für sich selbst sorgen können, gerecht bezahlt werden und selbst für Ihr Alter vorsorgen können.“ Mit dem Betreuungsgeld so wie es die Regierung plane, würde aber gerade das Gegenteil unterstützt.

Sowohl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als auch die frühkindliche Bildung in Bayern brauche Unterstützung. „Deshalb sind wir für den Kita-Ausbau und für mehr Kinderbetreuungsplätze. Zurzeit haben wir nur für rund ein Viertel aller Kinder unter drei Jahren Kita-Plätze“ Deshalb fordere die SPD in Bayern den Bayerischen Landtag und die Bayerische Staatsregierung auf, den Ausbau der Kinderbetreuung massiv voranzutreiben und sich im Bundesrat gegen die Einführung des Betreuungsgeldes einzusetzen. „Unser Ziel ist es, bis zum 01. Juli so viele Unterschriften zu sammeln, so dass die schwarz-gelbe Staatsregierung handeln muss“.

Mit dem Geld, das für die Einführung und Auszahlung des Betreuungsgeldes (immerhin Milliarden) für die nächsten Jahre geplant ist, könnten wir gute und kostenfreie Betreuungsangebote schaffen und würden so auch Kindern aus benachteiligten Familien die Chance auf Bildung und Integration ermöglichen“, appelliert Strobl.



Die Massenpetition „Ja zur mehr Kinderbetreuung – Nein zum Betreuungsgeld“ der Bayerischen SPD kann noch bis zum 01. Juli 2012 auch online unterzeichnet werden unter: www.petition.bayernspd.de

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.