MdB Werner Schieder: „Einschränkungen bei der EU-Regionalförderung sind nicht akzeptabel!“
Die Europäische Kommission berät derzeit den neuen Rechtsrahmen für die Förderperiode 2014-2020. Der Verordnungsentwurf für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gibt bei MdB Werner Schieder Anlass zur Sorge. Der SPD-Bundestagsabgeordnete befürchtet erhebliche Probleme vor allem für strukturschwächere Regionen wie die nördliche Oberpfalz durch die starke Verengung der Förderprioritäten.
In einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Rösler fordert er von der Bundesregierung, dass sie sich in Brüssel gegen Verschlechterungen der Förderbedingungen wehrt. „Ich sehe hier die Bundesregierung in der Pflicht.“
MdB Werner Schieder weist darauf hin, dass die EU-Kommission die
Förderprioritäten massiv verengen will. „Das sehe ich aus der Sicht unserer Region als sehr problematisch an“, kritisiert der Abgeordnete. „Wenn 80 Prozent der Mittel für Forschung und Innovation und Energieeffizienz reserviert sind und der Rest auch nur vornehmlich in so genannte „neue Ideen“ oder „neue Geschäftsmodelle“ fließen soll, ist das eine erheblich Einschränkung gegenüber der bisherigen breiten Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen oder auch der Förderung des Handwerks. Ein nicht geringer Teil der Mittel wurde bisher dafür eingesetzt, um in der Breite Erweiterungs- und Modernisierungsinvestitionen zu fördern und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen.“
Nicht minder problematisch ist für MdB Werner Schieder, dass die
Tourismusförderung völlig aus dem neuen Programmkonzept herausfallen wird. „Für Ostbayern hatte das bisher eine große Bedeutung. Sollte diese Förderung so nicht mehr möglich sein, hätte das für unsere regionalen Anstrengungen, den Tourismus als wichtigen Wirtschaftszweig voranzubringen, negative Auswirkungen.“
Desweiteren weist der Abgeordnete auf einen weiteren folgenschweren Punkt hin: „Der Kommissionsentwurf schließt auch ausdrücklich für unsere ostbayerische Region die Förderung von Infrastruktur aus. Zulässig soll das nur noch in weit weniger entwickelten Regionen Europas sein. Das würde bedeuten, dass z. B. Staatsstraßenausbau oder Förderung des Breitbandausbaus nicht mehr mit europäischen Mitteln unterstützt werden könnte.“