

Die Wellen der Entrüstung schlagen hoch im Landkreis Landshut. Bei jeder Gelegenheit wird man auf die Vorfälle rund um die Vermietung der Asylbewerberheime angesprochen. Die Tages- und Wochenzeitungen in der Region berichten, mittlerweile haben auch überregionale Zeitungen die Thematik aufgegriffen und Fernsehsender fragen nach Interviewterminen an.
Als SPD im Landkreis Landshut wollen wir dazu beitragen, unaufgeregt und objektiv die Dinge darzustellen, um einer fortschreitende Politikverdrossenheit entgegenzutreten. Wir wollen klar machen, dass für Kommunalpolitiker das Wohl ihrer Heimat im Fokus stehen muss und nicht ihr eigenes, wirtschaftliches Interesse. Wir hoffen, dass sich die Vorwürfe als haltlos herausstellen, da ansonsten der politische Flurschaden im Landkreis Landshut groß sein wird.
Gemäß der Berichterstattung einer Landshuter Wochenzeitung vom 18. April 2012 wurde von den Kindern des Landrats vor wenigen Wochen ein ehemaliges Gasthaus in Wörth erworben, dass bereits länger zum Verkauf stand. Kurz darauf wurden in diesem Gasthaus Asylbewerber des Landkreises Landshut untergebracht. Für die Unterbringung werden 20 Euro pro Asylbewerber und Tag an die Eigentümer bezahlt.
Angesichts einiger organisatorischer Ungereimtheiten hatte die SPD in der letzten Kreisvorstandssitzung bereits beschlossen, einen Antrag an den Kreistag zu stellen, um beispielsweise den Informationsfluss zwischen Gemeinden und Landratsamt zu verbessern.
Die Berichterstattung der vergangenen Woche, in der die finanziellen Vorteile im Mittelpunkt standen, haben die SPD-Fraktion im Landkreis Landshut veranlasst, einen zweiten Antrag zu stellen, in dem wir eine lückenlose Aufklärung forderten beispielsweise hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse, des Zahlungsflusses und der Zuständigkeiten. Auch andere Fraktionen schlossen sich wenig später dieser Forderung an.
Zwischenzeitlich hat die Recherche der Medien ergeben, dass neben der Wörther Immobilie noch eine zweite Immobilie in Vilsbiburg erworben wurde, in der ebenfalls Asylbewerber untergebracht sind.
Als SPD-Fraktion bedauern wir, dass die gute Lösung der dezentralen Unterbringung der Asylbewerber im Moment nur noch unter dem finanziellen Aspekt beleuchtet wird. Das Schicksal der Menschen, die durch Flucht, Vertreibung und Verfolgung gelitten haben, tritt aufgrund dieser Diskussion momentan in den Hintergrund. Wenn nun auf der einen Seite die Immobilienbesitzer stehen, die lukrative Geschäfte machen und auf der anderen Seite im Kreisausschuss berichtet wird, dass ehrenamtliche Helfer gesucht werden, die sich um die Asylbewerber kümmern, hinterlässt das einen schalen Geschmack.
Als SPD im Landkreis Landshut ist es uns wichtig, dass die ehrenamtliche politische Arbeit, die von vielen Kreis- und Gemeinderäten geleistet wird, durch solche Spekulationen und Vorwürfe nicht in Misskredit gerät. In den vielen Kommunalparlamenten im Landkreis Landshut sitzen engagierte Stadt- und Gemeinderäte, denen das Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger und die Entwicklung ihrer Kommune wichtig sind. Und die dafür viel Freizeit und Engagement opfern und lediglich ein Sitzungsgeld erhalten. Sie alle haben bei ihrer Vereidigung „Treue auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Freistaats Bayerns und der gewissenhaften Ausübung ihrer Amtspflichten“ geschworen.
Deshalb begrüßen wir es, dass der Kreistag eine Untersuchungskommission einsetzen soll, die die Vorgänge lückenlos aufklärt. Auch das gehört zu den Pflichten eines gewählten Kommunalpolitikers.
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.