Franz Schindler bei seiner Laudatio auf Lina Bucher. Mit im Bild: Joachim Wolbergs und Hans Holler Am Freitag Nachmittag wurde Lina Bucher aus Regensburg für 60 Jahre SPD-Mitgliedschaft geehrt. Neben dem SPD-Bezirksvorsitzenden Franz Schindler waren auch viele Weggefährten von Lina Bucher zur Feier erschienen.
Als "Schaltzentrale des Bezirks" wurde Lina Bucher von den vielen Ehrengästen, die zur Feier geladen wurden, bezeichnet. Seit 1953 ist die Regensburgerin Mitglied der SPD und sie hat mehr als 30 Jahre in der Bezirksgeschäftsstelle der Partei gearbeitet. Gerhard Schmid, ehemaliger Europaabgeordneter und fünf Jahre lang Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Franz Schindler, Bezirksvorsitzender der Oberpfalz-SPD, Joachim Wolbergs, Bürgermeister von Regensburg und Margit Wild, Landtagsabgeordnete - sie alle haben Lina Bucher gratuliert. Allen ist sie als langjährige und überaus kompetente Mitarbeiterin der Geschäftsstelle im Gedächtnis, die auch Ludwig Stiegler "die Waden nach vorne gerichtet" hat, wie in eine der zahlreichen Anekdoten erzählt wurde.
Lina Bucher hat sich in ihrem langen politischen Leben vor allem für die Rechte der Frauen eingesetzt und war so die erste Frau überhaupt, die mit der Georg-von-Vollmar-Medaille ausgezeichnet wurde.
Viele schöne Erlebnisse habe sie in ihrem langen Parteileben gehabt, so Lina Bucher. Begeistert erzählte sie von der Begegnung mit dem damaligen Bundeskanzler der BRD, Willy Brandt, als dieser spontan in der Geschäftsstelle in Regensburg erschien. "Willy Brandt kommt jetzt zu mir zum Kaffee trinken", habe sie ihrer Tochter erzählt, als sie fragte wieso so viel Polizei vor dem Büro stehe.