MdL Reinhold Strobl: Stärken der Oberpfalz besser herausstellen
„Die Oberpfalz hat allen Grund, sich in der Öffentlichkeit besser und positiv darzustellen“. Dies betont der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl. „Sicherlich gebe es Probleme, die auch nicht klein geredet werden dürfen.“ Es gebe eine Abwanderung im nördlichen Teil der Oberpfalz, aber auch eine positive Entwicklung im Süden der Oberpfalz. Das hänge mit den vorhandenen oder nicht mehr vorhandenen Arbeitsplätzen zusammen. Die Bildungspolitik, so der Sprecher der Oberpfälzer SPD-Abgeordneten, sei leider nicht dazu angetan, die Kommunen zu stärken. Das Gegenteil werde der Fall sein. Die Entwicklung der Innenstädte sei besorgniserregend. Als sinnvolles Förderprogramm hatte sich hier die Städtebauförderung, welche von CDU/CSU und FDP jetzt drastisch gekürzt wird, herausgestellt.
Allerdings warnt Strobl auch vor der Formulierung (so wie es die Freien Wähler in einem Landtagsantrag gemacht hatten), „dass Leerstand und Verfall vielerorts das Bild der Innenstädte prägen.“ Mit einer solchen Formulierung könne leicht ein falscher Eindruck von der Oberpfalz entstehen. Strobl: „Selbstverständlich ist es richtig, frühzeitig auf negative Entwicklungen aufmerksam zu machen. Wir müssen aber auch die Stärken der Oberpfalz besser herausstellen.“
So sei die Oberpfalz inzwischen auch ein interessanter Wirtschaftsstandort. Oberpfälzer Unternehmen konnten schon viele Industriepreise einheimsen. Ein Auerbacher Unternehmen bekam den Titel „Beste Fabrik Europas 2005“ und die „Fabrik des Jahres“ steht in Wackersdorf. Der „Deutsche Umweltpreis 2006“ ging nach Berching. Infrastrukturell und wirtschaftlich kann die Oberpfalz mit ihrer Lage mitten in Europa den unterschiedlichsten Wirtschaftsunternehmen viele Anreize bieten.“ betont Strobl.
Leider wüssten immer noch viel zu wenig Menschen von den landschaftlichen Schönheiten und der kulturellen Vielfalt der Oberpfalz. Sie habe auch eine reiche Tradition und eine herrliche Kulturlandschaft. Strobl: „Bei uns gibt es beispielsweise einen richtigen Festspielsommer. Überall würden Konzerte gegeben und werde Theater gespielt. Mit dem Sommerskiparadies „Monte Kaolino“, den Badessen und dem Europäischen Pferdesportzentrum in Kreuth bei Rieden sei die Oberpfalz auch ein attraktiver Lebens- und Urlaubsort. Nicht nur Regensburg und andere mittelalterliche Städte würden zum Besuch einladen, sondern auch viele weitere Sehenswürdigkeiten. „Wer weiß schon, dass es in Amberg ein Luftmuseum gibt und in Etsdorf bald eine Glyptothek steht? Wer weiß schon, dass man das Nepal-Himalaya-Pavillon bei Wiesent findet und das größte Bohrloch der Welt bei Windischeschenbach?“
Strobl: „In der Tat müssen die Instrumentarien für die Kommunen zur Entwicklung der Innenstädte verbessert werden. Die SPD weist hier schon lange darauf hin. Wir müssen nur darauf achten, dass wir nicht selbst für ein falsches Bild in der Öffentlichkeit sorgen. Wir leben jetzt im Herzen Europas. Diese Chance muss genutzt werden.“ Hier stehe nicht zuletzt die Bayerische Staatsregierung in der Verantwortung. Sie müsse den Regionen, die Hilfe brauchen, auch helfen und für die richtigen Rahmenbedingungen sorgen. Derzeit laufe hier jedoch vieles falsch.