Lebendige Orte in der Oberpfalz oder Leerstand und Verfall?

Veröffentlicht am 01.10.2010 in Landespolitik

MdL Reinhold Strobl: Stärken der Oberpfalz besser herausstellen

Die Oberpfalz hat allen Grund, sich in der Öffentlichkeit besser und positiv darzustellen“. Dies betont der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl. „Sicherlich gebe es Probleme, die auch nicht klein geredet werden dürfen.“ Es gebe eine Abwanderung im nördlichen Teil der Oberpfalz, aber auch eine positive Entwicklung im Süden der Oberpfalz. Das hänge mit den vorhandenen oder nicht mehr vorhandenen Arbeitsplätzen zusammen. Die Bildungspolitik, so der Sprecher der Oberpfälzer SPD-Abgeordneten, sei leider nicht dazu angetan, die Kommunen zu stärken. Das Gegenteil werde der Fall sein. Die Entwicklung der Innenstädte sei besorgniserregend. Als sinnvolles Förderprogramm hatte sich hier die Städtebauförderung, welche von CDU/CSU und FDP jetzt drastisch gekürzt wird, herausgestellt.

Allerdings warnt Strobl auch vor der Formulierung (so wie es die Freien Wähler in einem Landtagsantrag gemacht hatten), „dass Leerstand und Verfall vielerorts das Bild der Innenstädte prägen.“ Mit einer solchen Formulierung könne leicht ein falscher Eindruck von der Oberpfalz entstehen. Strobl: „Selbstverständlich ist es richtig, frühzeitig auf negative Entwicklungen aufmerksam zu machen. Wir müssen aber auch die Stärken der Oberpfalz besser herausstellen.“

So sei die Oberpfalz inzwischen auch ein interessanter Wirtschaftsstandort. Oberpfälzer Unternehmen konnten schon viele Industriepreise einheimsen. Ein Auerbacher Unternehmen bekam den Titel „Beste Fabrik Europas 2005“ und die „Fabrik des Jahres“ steht in Wackersdorf. Der „Deutsche Umweltpreis 2006“ ging nach Berching. Infrastrukturell und wirtschaftlich kann die Oberpfalz mit ihrer Lage mitten in Europa den unterschiedlichsten Wirtschaftsunternehmen viele Anreize bieten.“ betont Strobl.

Leider wüssten immer noch viel zu wenig Menschen von den landschaftlichen Schönheiten und der kulturellen Vielfalt der Oberpfalz. Sie habe auch eine reiche Tradition und eine herrliche Kulturlandschaft. Strobl: „Bei uns gibt es beispielsweise einen richtigen Festspielsommer. Überall würden Konzerte gegeben und werde Theater gespielt. Mit dem Sommerskiparadies „Monte Kaolino“, den Badessen und dem Europäischen Pferdesportzentrum in Kreuth bei Rieden sei die Oberpfalz auch ein attraktiver Lebens- und Urlaubsort. Nicht nur Regensburg und andere mittelalterliche Städte würden zum Besuch einladen, sondern auch viele weitere Sehenswürdigkeiten. „Wer weiß schon, dass es in Amberg ein Luftmuseum gibt und in Etsdorf bald eine Glyptothek steht? Wer weiß schon, dass man das Nepal-Himalaya-Pavillon bei Wiesent findet und das größte Bohrloch der Welt bei Windischeschenbach?“

Strobl: „In der Tat müssen die Instrumentarien für die Kommunen zur Entwicklung der Innenstädte verbessert werden. Die SPD weist hier schon lange darauf hin. Wir müssen nur darauf achten, dass wir nicht selbst für ein falsches Bild in der Öffentlichkeit sorgen. Wir leben jetzt im Herzen Europas. Diese Chance muss genutzt werden.“ Hier stehe nicht zuletzt die Bayerische Staatsregierung in der Verantwortung. Sie müsse den Regionen, die Hilfe brauchen, auch helfen und für die richtigen Rahmenbedingungen sorgen. Derzeit laufe hier jedoch vieles falsch.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.