Finanzielle Ausstattung des THW darf nicht der Sparpolitik der Bundesregierung zum Opfer fallen.

Veröffentlicht am 02.10.2010 in MdB und MdL

MdB Marianne Schieder: Geplante Mittelkürzungen zurücknehmen

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder warnt vor einer Mittelkürzung beim Technisch Hilfswerk (THW). In den Beratungen zum Bundeshaushalt ist von CDU/CSU und FDP geplant, die finanzielle Ausstattung beim THW zurückzufahren.
"Das THW ist ein wesentliches Element für den Schutz der Zivilbevölkerung in unserem Lande und zugleich leistet es einen unverzichtbaren Beitrag zu den Bemühungen Deutschlands im Rahmen der Krisenbewältigung und Friedenssicherung im Ausland", betont MdB Marianne Schieder.

Um diese Arbeit auch in Zukunft in dem bisher möglichen Umfang leisten zu können, müsse eine entsprechende finanzielle Ausstattung im Bundeshaushalt erfolgen. Diese müsse auch in den Beratungen zum Bundeshaushalt 2011 gewährleistet bleiben. Besonders die personelle Ausstattung des THW sei gefährdet, so MdB Marianne Schieder. Es gebe beim THW keinen bürokratischen Überbau – im Gegenteil. Mit dem Größenverhältnis von 1% Hauptamtlichen zu 99% Ehrenamtlichen bei über 80.000 THW-Angehörigen sei eine Grenze erreicht, bei deren Überschreitung der Leistungsumfang des THW leiden werde. Das Hauptamt unterstütze das Ehrenamt bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Einsätzen oder wirke auch unmittelbar bei Einsätzen mit. Haupt- wie Ehrenamt seien daher für die Einsatzfähigkeit des THW notwendig. Zu den klassischen Aufgaben des THW seien weitere Tätigkeitsfelder hinzugekommen bzw. neue, zusätzliche Anforderungen, unter anderem:
  • Geänderte Bedrohungs- und Schadensszenarien (Naturkatastrophen infolge Klimawandels, Terrorismus, Schutz kritischer Infrastrukturen)
  • Zunehmende Verzahnung mit den Sicherheitsbehörden auf Bundes- und Landesebene, mit der Folge häufigerer Anforderung
  • Globalisierung des Katastrophenschutzes / Internationale Zusammenarbeit / EU-Gemeinschaftsverfahren
  • Einführung und Betrieb des Digitalfunks
  • Bürgerschaftliches Engagement Integration von Migranten Extremismus­Prävention
  • Systematischer Ausbau bei Sicherheit und Gesundheitsschutz
Zusätzlich drohe durch den geplanten Wegfall der Wehrpflicht auch negative Auswirkungen auf die ehrenamtliche Nachwuchsgewinnung beim THW. Das alles gehe zu Lasten der Effektivität und des Leistungsumfanges des ehrenamtlichen Katastrophenschutzes. Um dies zu vermeiden, müssen die geplanten Haushaltskürzungen zurückgenommen werden, fordert MdB Marianne Schieder. Sie appelliert insbesondere an ihre Unionskollegen, sich für das Technische Hilfswerk und dessen ausreichende Finanzierung einzusetzen: "Die Kapazitätsgrenzen der THW-Ehrenamtlichen sind vielerorts erreicht. Bürgerschaftlicher Katastrophenschutz darf nicht zur Haushaltskonsolidierung des Bundes missbraucht werden. Unterstützung des Ehrenamtes muss bedeuten, dass das THW für mindestens die nächsten fünf Jahre verlässlich planen kann."
 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.