Landkreis muss Kinder stärken

Veröffentlicht am 17.11.2008 in Kommunalpolitik

SPD: Netzwerker für Kinder muss unabhängige Stelle sein – Antrag zur Gentechnik formuliert
Straubing-Bogen: Bei ihrer Sitzung am Samstag im Gasthaus Gürster in Mitterfels/Scheibelsgrub befasste sich die SPD-Kreistagsfraktion erneut intensiv mit dem Aufbau eines Netzwerkes für Kinder und der Benennung eines Netzwerkers. Die Raumsituation der Ludmilla-Realschule und die Turnhallensituation in Bogen waren weitere Schwerpunkte. Des Weiteren befasste sich die Fraktion mit der Grünen Gentechnik und dem Ziel den Landkreis energieautark zu machen.

Von enormer Bedeutung sei der Aufbau eines Netzwerkes für Kinder, bei dem alle Akteure rund um das Kind zusammenarbeiten, so Fraktionsvorsitzender Heinz Uekermann. „Kindgerechte Lebensbedingungen brauchen eine kommunale Gesamtstrategie.“ Die zentrale Rolle für Koordination, Information und Motivation übernehme dabei ein Netzwerker. Entscheidend, dass dies gelingen kann, sei die Unabhängigkeit dieses Netzwerkers, so die Meinung der Fraktion. Es sei unwesentlich, ob die Stelle im Landratsamt oder bei einem freien Träger angesiedelt sei. Es dürfe sich dabei um keine Unterstelle beim Amt für Jugend und Familie handeln, denn der Netzwerker bilde eine Schnittstelle zwischen Akteuren der Politik, Verwaltung, Fachebenen und Eltern. Diese besondere Herausforderung könne nur unabhängig durchgeführt werden.

Für den großen Aufgabenbereich sei eine Vollzeitstelle erforderlich, so Kreisrätin Rosi Deser. Eine Diskussion um den Stand bei den Tagesmüttern im Landkreis ergab die Notwendigkeit, dass dies auch zeitnah geschehen müsse. In diesem Zusammenhang stellten die Kreisräte fest, dass ihrer Meinung nach auch die Stelle des Jugendhilfeplaners ausgebaut werden müsse, um die umfangreiche Tätigkeit zu bewältigen.

Weiter befasste sich die Fraktion mit der Raumsituation an der Ludmilla-Realschule in Bogen. Die Auslagerung in Container und anderen Schulen sei nur als kurzfristige Maßnahme wegen der bestehenden Raumnot akzeptabel gewesen. Da die Schülerzahlen auch künftig kaum rückgängig seien, müsse hier eine Lösung für die Zukunft gefunden werden. Diese Situation sei wieder einmal Beweis dafür, so Maria Kulzer, dass die Bildungspolitik in Bayern ein Desaster ist. „Auf dem Land stehen die Schulen leer und in der Realschule gibt es Raumnotlösungen.

Kreisrat Manfred Meindl sagte, auch die Turnhallensituation sei nach wie vor stark angespannt und es könne kein vernünftiger Turnunterricht abgewickelt werden. Nachdem vom Landkreis Einsicht signalisiert wurde, müsse nun auch ein Erfolg sichtbar werden. Wegen des hohen Lärmpegels in der Mensa befürwortete die Fraktion die Durchführung einer Schalldämmung.

Zum Gentechnikfreien Landkreis formulierten die Kreisräte einen Antrag. Dabei solle sich der Kreistag mit seinen politischen Möglichkeiten dafür einsetzen, dass im Landkreis keine gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft angebaut oder verwendet werden. Weiter solle im Kreistag beschlossen werden, dass in den Einrichtungen des Landkreises nur noch Produkte verwendet werden, bei deren Herstellung keine gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermittel verwendet werden. Nachdem sich der Landkreis federführend bei der Bioenergie darstelle, wäre es eine selbstverständliche Konsequenz diesem Antrag zuzustimmen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.