SPD macht sich für Bildung stark - Meinungsaustausch zur „Regionalen Modellschule“ bei Essenbacher SPD

Veröffentlicht am 17.11.2008 in Regionalpolitik

Essenbach. Bezirksrätin und Bürgermeisterin Rita Röhrl informierte sich bei der SPD Essenbach/Ohu-Ahrain über den Stand zur „Regionalen Modellschule“ in der Marktgemeinde Essenbach. Anlässlich ihres Besuches in Essenbach nutzte die Teisnacher Bürgermeisterin die Gelegenheit zu einem Erfahrungsaustausch in Sachen Schulpolitik.

Die demographische Entwicklung und das sich wandelnde Übertrittsverhalten führen in vielen bayerischen Gemeinden in den nächsten Jahren zu weiteren Schulschließungen. Die Gemeinden verlieren mit den Schulen ein soziales und kulturelles Zentrum, sie verlieren auch an Attraktivität als Wirtschaftsstandort und damit längerfristig an Bevölkerung.
Im September 2007 war Franz Maget in Essenbach zu Gast und beim Eintrag ins Goldene Buch kam er mit Bürgermeister Franz Wittmann ins Fachsimpeln zur Schulsituation in den ländlichen Gemeinden. Die bayerische SPD unterstützte bereits damals das vom BLLV entwickelte Modell der „Regionalen Modellschule“ und Franz Maget meinte damals, dass möglichst viele Schulen einen entsprechenden Antrag stellen müssten, um Bewegung ins Kultusministerium zu bringen. Die Gemeinde Essenbach beabsichtigt den Antrag mit Unterstützung des BLLV zu stellen, weil sie sich davon eine Stärkung des Schulstandorts Essenbach erhofft und den Schülern der Gemeinde einen wohnortnahen Schulbesuch ermöglichen möchte.
„Neben der Möglichkeit einen Hauptschul- oder einen Realschulabschluss zu erwerben, bietet die Regionale Modellschule die Chance, am Ort eine höhere Qualifikation zu erwerben, die regionale Kultur und Wirtschaft zu integrieren und den Übertrittsdruck von Eltern und Schülern zu nehmen. Die Schule vor Ort würde langfristig gestärkt und die ohnehin übervollen Realschulen in Landshut würden entlastet“, argumentiert Sebastian Hutzenthaler, stellv. BLLV- Kreisvorsitzender und 2. Bürgermeister von Ergoldsbach.
Bernd Zauner, Kreisrat und Bürgermeister von Neufahrn, konnte diesen Ausführungen nur beipflichten. Aus eigener Erfahrung wisse er, wie wichtig der Erhalt der Schule am Ort sei. „Während die Veränderungen im Übertrittsverhalten bereits die Kapazitäten von Realschulen und Gymnasien in den Zentren überschreiten, führen sie gleichzeitig zur Auszehrung und Schließung von Hauptschulen in den ländlichen Gemeinden. Sowohl die hohe Zahl der Schulabbrecher als auch die hohe Zahl von Schülern, die nur die niedrigste Kompetenzstufe erreichen, zwingen zum Handeln“.
Bürgermeisterin Rita Röhrl zeigte sich beeindruckt und stellte fest, dass die SPD hier wieder einmal ihrer Zeit voraus gewesen sei. „Regionale Modellschulen fordere die SPD schon seit langem und nun erfolge auch tatsächlich ein – nicht ganz freiwilliges – Umdenken in der CSU. In den nächsten Jahren sollen einige Modellprojekte starten und es würde mich freuen, wenn die Gemeinde Essenbach hier als erste den Zuschlag bekäme. Ich drücke Euch die Daumen.“ Gerne schaue sie sich dann dieses Konzept noch einmal an, wenn der Schulbetrieb laufe, so die langjährige Bürgermeisterin Rita Röhrl.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.