Kreisvorsitzende Ruth Müller (2. v. r.) mit Gabriel, Nahles und Pronold
Sigmar Gabriel und Andrea Nahles, die am Wochenende in Dresden auf dem SPD-Bundesparteitag als Vorsitzender und als Generalsekretärin gewählt werden sollen, stellten sich den niederbayerischen Delegierten bei ihrer Tour durch Bayern vor.
Der bayerische SPD-Landesvorsitzende MdB Florian Pronold hatte dieses Treffen arrangiert, damit sich die Delegierten vorab ein Bild der neuen Führungsspitze machen können. Darunter war auch die Landshuter SPD-Kreisvorsitzende Ruth Müller aus Pfeffenhausen.
Für Sigmar Gabriel ist eine der Ursachen für die verheerende Wahlniederlage, dass sich die SPD zu stark der Deutungshoheit und dem Zeitgeist der so genannten neoliberalen Fachleute hat anstecken lassen, um so die vermeintliche Mitte der Gesellschaft zu gewinnen. Dabei hat die SPD übersehen, dass sie schon immer die politische Mitte war, wenn es um die Freiheit des einzelnen in einer gleichberechtigten und solidarischen Gesellschaft ging. Denn eine freie und solidarische Gesellschaft definiert sich über mehr als nur Lohn- und Sozialkosten.
Andrea Nahles bemerkte, dass die SPD in der Regierung, anstatt sich andauernd für politische Entscheidungen im Zuge der Regierungsverantwortung mit Koalitionspartnern zu rechtfertigen, zu wenig ihren eigenen Standpunkte klar gemacht. Dazu kommt, dass viele Mitglieder unzufrieden mit der Diskussionskultur der letzten Jahre waren, was zu einem Außenbild der Zerstrittenheit und von Flügelkämpfen geführt hat.
Für Ruth Müller kann die personelle Neuaufstellung beim kommenden SPD-Bundesparteitag nur der Beginn für einen Erneuerungsprozess in der SPD sein, der sowohl von unten nach oben und von oben nach unten geht. Denn damit wird die SPD wieder als linke Volkspartei, die sich für das Gemeinwohl für alle Bürgerinnen und Bürger einsetzt, und als die echte Wahlalternative für eine gerechte und solidarische Gesellschaft wahrgenommen, in der die Menschen füreinander einstehen.
„Energie- und Umweltpolitik, Sozialpolitik, Gleichstellungspolitik und Politik für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird im Focus der nächsten Jahre stehen“, umriss Florian Pronold die wichtigsten Politikfelder. Sigmar Gabriel kündigte den niederbayerischen Genossen an, er werde, wenn er als Parteivorsitzender gewählt sei, im Jahr 2010 die Kreisverbände und Unterbezirke der SPD wieder besuchen, um den begonnen Dialog fortzuführen.
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Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.