Kleine Initiativen als leuchtendes Beispiel gegen Rechtsextremismus

Veröffentlicht am 20.02.2011 in AntiFa/Migration

SPD aus Stadt und Landkreis Landshut beteiligte sich an der "Lichterkette gegen Rechts" in Landshut

Rund 1.500 Menschen waren am Samstag abend in der Landshuter Alstadt anwesend, um ein leuchtendes "Zeichen gegen Rechts" zu setzen. Aufgerufen dazu hatte der "Runde Tisch gegen Rechts", in dem auch die SPD aus Stadt und Landkreis Landshut Mitglied ist. Viele SPD-Ortsvereine hatten sich an der Verteilung der Flyer und Plakate beteiligt und in der Presse für eine Teilnahme geworben.

Mit dem Schauspieler Michael Lerchenberg konnte der "Runde Tisch gegen Rechts" einen prominenten Redner für die Lichterkette gewinnen, der die Bürgerinnen und Bürger dazu aufrief, sich tagtäglich immer und überall mit der Präsenz des Rechtsextremismus auseinandersetzen. Gemeinsam müsse man Maßnahmen entwickeln, die solche Erscheinungen zurückdrängen. Ein gemeinschaftliches Miteinander sei dafür Voraussetzung, um Grenzen zu setzen und das Demokratiebewußtsein in den Mittelpunkt zu stellen.

Lerchenberg informierte die Zuhörer auch über die Akvitäten in Wunsiedel, dass zum Todestag von Rudolf Hess immer wieder von tausenden von Nazis aus ganz Europa Gedenkmärsche erlebt. Mit dem Bündnis "Wunsiedel ist BUNT, nicht braun", hätten die Bürgerinnen und Bürger seit dem Jahr 2002 ein deutliches Zeichen gesetzt, um Widerstand zu leisten.

Das Zitat des Wiener Kabarettisten und Musikers Gerhard Bronner brachte viele Besucher der Lichterkette zum Nachdenken:

"Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen:
Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus.
Man kann intelligent und Nazi sein - dann ist man nicht anständig.
Man kann anständig und Nazi sein - dann ist man nicht intelligent.
Und man kann anständig und intelligent sein - dann ist man kein Nazi."

Gegen 18.15 Uhr wurden die Lichter in der Altstat gedimmt und so konnte die Landshuter Altstadt von den mitgebrachten Kerzen erleuchtet werden.

Bild:
Kreis- und Fraktionsvorsitzende Ruth Müller, Stadträtin Ute Kubatschka, stv. Landrätin Christel Engelhard und Stadtverbandsvorsitzende Anja König reihten sich mit vielen anderen SPD-Mitgliedern aus Stadt und Landkreis Landshut in die Lichterkette ein.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.