AfA: Vorstoß für abschlagsfreien Rentenbezug mit 65

Veröffentlicht am 22.02.2011 in Arbeitsgemeinschaften

AfA-Vorsitzender Harald Unfried

Arbeitsgemeinschaft der Arbeitnehmer in der SPD legt Antrag vor

Dem am kommenden Wochenende bevorstehenden Bezirksparteitag der niederbayerischen SPD wird eine ganze Reihe von sozialpolitischen Anträgen der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) zur Abstimmung vorliegen. Politisch brisant ist dabei vor allem der Vorstoß der AfA, der im Rahmen eines rentenpolitischen Kurswechsels eine Rückkehr zu einem abschlagsfreien Rentenbezug mit dem 65. Lebensjahr vorsieht. Im Rahmen einer Sitzung des SPD-Bezirksvorstandes am vergangenen Wochenende in Plattling stießen die Anliegen und Anträge der AfA auf positive Resonanz.

Der AfA-Vorsitzende Harald Unfried aus Landshut begründete die Initiative der AfA mit den ausgesprochen geringen Einspareffekten der "Rente mit 67", die jedoch für Millionen von Arbeitnehmern zu weiteren gravierenden Rentenkürzungen führen können. Der SPD-Rentenexperte setzt demgegenüber auf flexible Übergänge in den Ruhestand und erweiterte Möglichkeiten eines Teilrentenbezuges bereits ab dem 60. Lebensjahr. Die SPD habe sich in der Rentenfrage zuletzt "in die richtige Richtung" bewegt. Doch die Menschen erwarteten von der SPD klare und eindeutige Positionen in den sozialen Kernfragen wie Rente, Arbeitsmarkt und Gesundheit.

Die AfA wird dem Bezirksparteitag daher auch einen umfangreichen Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung des massenhaften Missbrauchs der Leiharbeit vorlegen. Darin will die Arbeitsgemeinschaft dem Grundsatz "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" wieder Geltung verschaffen, um eine Barriere gegen das anhaltende Lohndumping zu errichten. Der Antrag zielt auch auf eine Wiederherstellung des sog. Synchronisationsverbots. Damit soll verhindert werden, dass Leiharbeitsverhältnisse nur auf die jeweilige Einsatzzeit beschränkt bleiben. Unfried: "Wir werden nicht akzeptieren, dass das Arbeitgeberrisiko einfach auf die Leiharbeiter abgewälzt wird". Es sei zudem höchste Zeit, den Betriebsräten in den Entleihbetrieben erweiterte Mitbestimmungsrechte einzuräumen.

Unfried erhofft sich eine Zustimmung des Parteitages zu den Anträgen der AfA. Denn die SPD könne bei den Wählern nur Punkten, wenn sie ihr Profil als Partei der Arbeit und der sozialen Gerechtigkeit schärfe und die sozialen Themen in den Mittelpunkt ihres politischen Auftrages stelle.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.